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Prager Zoo startet neuen Transport von Wildpferden nach Kasachstan

Der Zoo setzt das internationales Artenschutzprojekt gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und Kasachstan fort

Prager Zoo startet neuen Transport von Wildpferden nach Kasachstan
Foto: Petr Hamerník | Zoo Praha

Der Prager Zoo organisiert gemeinsam mit europäischen Partnern den nächsten Transport von Przewalski-Pferden nach Kasachstan. Ziel des Projekts ist es, die einst verschwundene Wildpferdeart dauerhaft in der Steppe anzusiedeln.


Der Zoo Praha setzt sein internationales Artenschutzprojekt zur Rückkehr der Przewalski-Pferde auch in diesem Jahr fort. Bereits kommende Woche startet ein weiterer Transport nach Kasachstan. Fast genau 15 Jahre nach dem ersten Prager Transport nach Mongolei sollen diesmal acht Tiere in die sogenannte „Goldene Steppe“ im Zentrum Kasachstans gebracht werden.


Wie der Zoo mitteilte, werden erstmals vier Hengste und vier Stuten transportiert. Die Tiere reisen an Bord eines CASA-Transportflugzeugs der tschechischen Armee. Das Militärflugzeug soll am Sonntag, dem 31. Mai, zunächst vier Pferde aus Prag nach Kasachstan bringen und anschließend nach Berlin zurückkehren, wo weitere Tiere aus dem Tierpark Berlin übernommen werden.


Prager Zoo startet neuen Transport von Wildpferden nach Kasachstan
Foto: Petr Hamerník | Zoo Praha

„Die Rückkehr der Wildpferde ist das Flaggschiff der Artenschutzprojekte der Zoo Prag“, erklärte Zoodirektorin Lenka Poliaková. Das Projekt, das vor 15 Jahren von ihrem Vorgänger initiiert worden sei, werde so lange fortgesetzt, bis sich in den Steppen Zentral-Kasachstans eine dauerhaft lebensfähige Population etablieren könne.


Die Wiederansiedlung der Przewalski-Pferde in Kasachstan begann im Jahr 2024. Im Rahmen von zwei Transporten wurden bereits 14 Tiere in die Goldene Steppe gebracht. Dort waren die ursprünglich heimischen Wildpferde infolge menschlicher Eingriffe vor mehr als 200 Jahren verschwunden.


Nach Angaben des Zoos ist für den langfristigen Erfolg des Projekts eine möglichst große genetische Vielfalt entscheidend. Deshalb stammen die Tiere aus verschiedenen europäischen Zuchtprogrammen.


Die Zoo Praha führt sowohl das internationale Zuchtbuch für Przewalski-Pferde als auch das europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg spielte die Einrichtung eine wichtige Rolle bei der Rettung der Art. Zwischen 2011 und 2019 organisierte die Zoo Prag insgesamt neun Transporte von Europa in die westliche Mongolei.


Prager Zoo startet neuen Transport von Wildpferden nach Kasachstan
Foto: Zoo Praha

Neben den aktuellen Transporten nach Kasachstan arbeitet die Zoo Prag inzwischen auch an einem weiteren Wiederansiedlungsprojekt in der Ostmongolei, im sogenannten „Tal der Klöster“.


Internationale Zusammenarbeit für die Rückkehr der Wildpferde nach Kasachstan


Zu den wichtigsten Partnern des diesjährigen Projekts zählt unter anderem der Tierpark Berlin. Die Berliner Einrichtung beteiligt sich seit Jahren an Zucht- und Schutzprogrammen für bedrohte Tierarten und stellt im Rahmen des Projekts mehrere Pferde aus ihrem Bestand zur Verfügung. Zudem koordiniert der Tierpark die Zusammenführung weiterer Tiere aus europäischen Zoos.


Beteiligt ist außerdem die Frankfurt Zoological Society (FZS), die weltweit Naturschutzprojekte in insgesamt 18 Ländern unterstützt. In Kasachstan engagiert sich die Organisation unter anderem beim Schutz der Saiga-Antilope und des Kulans.


Ebenfalls Partner des Projekts ist die Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK). Die kasachische Naturschutzorganisation verfolgt langfristig das Ziel, ursprüngliche Steppenökosysteme im Land wiederherzustellen. Sie war unter anderem am Aufbau der Infrastruktur im Naturreservat Altyn Dala beteiligt, das bereits früher für die Wiederansiedlung von Kulans genutzt wurde. Prager Zoo (Zoologická zahrada hl. m. Prahy)

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