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Pilotbetrieb mit Tempo 150 auf der D3 bei Budweis wird bis Ende 2026 verlängert

Ministerium will weitere Daten zu Sicherheit und Verkehrsfluss sammeln

Pilotbetrieb mit Tempo 150 auf der D3 in Tschechien wird bis Ende 2026 verlängert
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

Der Testbetrieb mit Tempo 150 auf einem Abschnitt der Autobahn D3 in Südböhmen wird bis Ende 2026 verlängert. Das Verkehrsministerium will damit mehr Daten sammeln, um die Auswirkungen höherer Geschwindigkeiten auf Sicherheit und Verkehrsfluss besser bewerten zu können.


Der Pilotbetrieb mit einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h auf einem ausgewählten Abschnitt der Autobahn D3 bei České Budějovice wird bis Ende dieses Jahres verlängert. Das entschied das Verkehrsministerium nach einer ersten Auswertung des bisherigen Testbetriebs. Ziel ist es, ausreichend repräsentative Daten zu sammeln, um die Auswirkungen auf Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss objektiv bewerten zu können.


Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Kilometern 84 und 131 bei Budweis, auf dem seit Oktober 2025 unter bestimmten Bedingungen Tempo 150 erlaubt ist. Die Freigabe erfolgt über variable Verkehrsschilder, die je nach aktueller Verkehrslage Höchstgeschwindigkeiten von 100, 130 oder 150 km/h anzeigen.


Nach Angaben des Verkehrsministeriums war der 150-km/h-Modus während der Herbst- und Wintermonate nur eingeschränkt aktiv. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen sei der Betrieb mit höherem Tempolimit in den Wintermonaten nur selten möglich gewesen.


Pilotbetrieb mit Tempo 150 auf der D3 in Tschechien wird bis Ende 2026 verlängert
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

„Der Pilotbetrieb auf der D3 liefert erste wichtige Daten über das Verhalten der Fahrer bei höheren Geschwindigkeiten. Für eine verantwortungsvolle Entscheidung benötigen wir jedoch längere und repräsentativere Beobachtungen über verschiedene Jahreszeiten hinweg“, erklärte Verkehrsminister Ivan Bednárik. Gerade in den Sommermonaten werde auf der wichtigen Reiseroute Richtung Mittelmeer mit deutlich höherem Verkehrsaufkommen gerechnet.


Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit von Pkw im 150-km/h-Modus im Vergleich zum regulären 130-km/h-Betrieb um etwa zehn km/h gestiegen ist. Gleichzeitig sei der Anteil der Fahrer, die das Tempolimit überschreiten, teilweise zurückgegangen – insbesondere auf der rechten Fahrspur. Auf der linken Spur überschreiten jedoch weiterhin mehr als 40 Prozent der Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit.


Laut Polizei soll die verlängerte Testphase vor allem dazu dienen, belastbare Daten über mögliche Risiken zu sammeln. Laut dem Direktor der Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums, Oberst Michal Hodboď, lasse sich bislang nicht sagen, dass der Autobahnabschnitt durch das höhere Tempolimit automatisch sicherer geworden sei.


Das System bewertet laufend Daten von Wetterstationen, Verkehrssensoren und dem nationalen Verkehrsinformationszentrum. Der 150-km/h-Modus wird nur bei guten Sicht- und Wetterbedingungen, geringem Verkehrsaufkommen sowie ohne Unfälle oder Verkehrsbehinderungen aktiviert. Auch das Risiko von Glätte, starkem Wind oder Wildwechsel wird dabei berücksichtigt.

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