Prager Ring: Geotechnische Untersuchungen für 359 Millionen Kronen beschlossen
Die Vorbereitungen für den Weiterbau des Prager Stadtrings gehen in die nächste Phase

Der geplante Lückenschluss des Prager Stadtrings rückt einen weiteren Schritt näher. Für die Vorbereitung der neuen Tunnel stellt die Stadt knapp 359 Millionen Kronen bereit.
Die Stadt Prag treibt den Ausbau des inneren Stadtrings (Městský okruh) weiter voran. Der Prager Stadtrat hat die Vergabe von Aufträgen für geotechnische Untersuchungen und die Bestandsaufnahme umliegender Gebäude beschlossen.
Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitungen für drei neue Straßentunnel: Bílá skála, Jarovský und Malešický. Bevor die eigentlichen Tunnel gebaut werden können, sollen zunächst Erkundungsstollen angelegt werden, um die geologischen Bedingungen entlang der geplanten Strecken genauer zu untersuchen.
Wichtiger Schritt für den Weiterbau des Stadtrings
Nach Angaben des stellvertretenden Prager Oberbürgermeisters und Verkehrsdezernenten Jaromír Beránek zählt die Fertigstellung des inneren Stadtrings zu den wichtigsten Verkehrsprojekten der Hauptstadt.
Mit den nun beschlossenen geotechnischen Untersuchungen beginne eine weitere wichtige Phase der Vorbereitung. Um die Erkundungsstollen sicher vorantreiben zu können, seien genaue Informationen über die Beschaffenheit des Untergrunds und die Grundwasserverhältnisse erforderlich.
Beránek zufolge soll der eigentliche Bau des Stadtrings noch in der laufenden Wahlperiode beginnen. Als derzeitiger Zeitrahmen werde ein Baubeginn um das Jahr 2029 angestrebt.
Zwei Bauabschnitte für insgesamt 359 Millionen Kronen
Der öffentliche Auftrag ist in zwei Teile aufgeteilt. Für den Abschnitt Pelc/Tyrolka – U Kříže sind rund 126,3 Millionen Kronen einschließlich Mehrwertsteuer vorgesehen. Die Untersuchungen im Abschnitt Balabenka – Rybníčky werden voraussichtlich 232,6 Millionen Kronen kosten.
Im ersten Abschnitt konzentrieren sich die Arbeiten auf den geplanten Tunnel Bílá skála. Im zweiten Abschnitt stehen die künftigen Tunnel Jarovský und Malešický im Mittelpunkt.
Auch umliegende Gebäude werden untersucht
Die geotechnischen Untersuchungen sollen nicht nur Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Gesteins liefern, sondern auch dazu beitragen, mögliche Auswirkungen der Arbeiten auf die Umgebung frühzeitig zu erkennen.
Dazu gehören die kontinuierliche Überwachung der Grundwasserverhältnisse sowie eine detaillierte bautechnische Bestandsaufnahme benachbarter Gebäude, die von den Erkundungsarbeiten betroffen sein könnten.
Mit den nun vergebenen Aufträgen kommt Prag der seit Jahren geplanten Fertigstellung des inneren Stadtrings einen weiteren Schritt näher. Das Projekt soll künftig wichtige Verkehrsverbindungen im Osten und Norden der Stadt verbessern und das bestehende Straßennetz entlasten.










