Prag plant Trolleybusse für mehr als eine Milliarde Kronen zu kaufen

Oberleitungsbusse sind nach fünfzig Jahren wieder auf Prags Straßen unterwegs

Foto: Eugen Kukla | Facebook


Das Prager Verkehrsunternehmen (Dopravní podnik hlavního města Prahy a.s.) hat eine Ausschreibung für den Kauf von bis zu 70 neuen Fahrzeugen gestartet, die die neu eingerichteten O-Buslinien am linken Ufer der Moldau bedienen werden. Der erwartete Wert der Bestellung beträgt mehr als 1,1 Milliarden Kronen, der genaue Typ der Oberleitungsbusse wird im Frühjahr nächsten Jahres bekannt sein, berichtet das online Portal prahajede.cz.


Investitionen in Trolleybusse tragen wesentlich zur Diversifizierung des Fuhrparks der Prager Verkehrbetriebe bei, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Darüber hinaus tragen umweltfreundliche Trolleybusse zur Erfüllung der Prager Klimaverpflichtungen bei, die unter anderem vorsehen, dass die Stadt bis 2030 die CO₂-Emissionen um 45 % im Vergleich zu 2010 reduziert. Der Nutzen des Einsatzes von Trolleybussen zur Erfüllung dieser Verpflichtung liegt auf der Hand: Zusätzlich zu einer leiseren und reibungsloseren Fahrt sind sie emissionsfrei.


Auf den Linien 131, 137, 176, 191 und 201 auf dem linken Ufer der Moldau, deren Elektrifizierung vorbereitet wird, werden anstelle von Dieselbussen neue Trolleybusse verkehren. Dies werden Busses mit einer Standardlänge von 12 Metern und einer Kapazität von mindestens 25-35 Sitzplätzen für Passagiere sein. Die Trolleybusse werden selbstverständlich komplett niederflurig sein und mit einem Check-in- und Informationssystem ausgestattet sein. Die Größe der nachgefragten Trolleybusse entspricht der erwarteten Auslastung und vor allem den Verkehrsverhältnissen auf den zu bedienenden Linien. So wird auf der Linie 119 (der zukünftigen O-Buslinie 59) von Veleslavín zum Flughafen ein Großraum-Trolleybus mit einer Länge von über 24 Metern eingesetzt. Auf der allerersten O-Buslinie (58), die nach 50 Jahren in Prag in Betrieb genommen wurde, fahren wieder Busse mit einer Länge von 18 Metern.


Das Verkehrsunternehmen fordert, dass es sich dabei um sogenannte Teil-Trolleybusse handelt, die nicht nur über das O-Busnetz, sondern auch mit Batterien betrieben werden können. Die Auslegungsgeschwindigkeit der angebotenen Fahrzeuge muss mindestens 70 km/h betragen und soll in beiden Fahrmodi erreicht werden und muss allein mit den Batterien mindestens 15 Kilometer weit fahren können.

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