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Neue Verkehrsbeschränkungen im Prager Petrská čtvrť: Durchgangsverkehr soll deutlich reduziert werden

Zusätzliche Verkehrsschilder präzisieren Zufahrtsregeln in der Wohngegend von Prag 1

Neue Verkehrsbeschränkungen im Prager Petrská čtvrť: Durchgangsverkehr soll deutlich reduziert werden
Foto: Prager Petrská čtvrť | WIkipedia

Neue Verkehrsschilder sollen im Petrus-Viertel in Prag 1 künftig den Durchgangsverkehr deutlich einschränken und die Zufahrt klarer regeln. Ziel der Maßnahmen ist es, die enge Wohngegend im historischen Zentrum spürbar zu entlasten.


Im Petrská čtvrť (Petrus-Viertel) in Prag 1 hat am Dienstag die Installation neuer zusätzlicher Verkehrsschilder begonnen. Damit sollen die Zufahrtsregeln für das dicht besiedelte Wohngebiet künftig klarer geregelt und der Durchgangsverkehr deutlich eingeschränkt werden. Die Maßnahmen sind Teil der langfristigen Bemühungen der Stadt, den Verkehr im historischen Zentrum zu beruhigen.


Künftig gilt in dem ausgewiesenen Gebiet ein Fahrverbot für alle Kraftfahrzeuge – mit Ausnahmen für Fahrzeuge des integrierten Rettungssystems, den öffentlichen Nahverkehr, Anwohner mit gültiger Parkberechtigung für Prag 1 sowie den Liefer- und Versorgungsverkehr.


Nach Angaben des Bezirks belastet insbesondere der Durchgangsverkehr das Petrská čtvrť seit Jahren stark. Frühere Verkehrsuntersuchungen hätten gezeigt, dass bis zu zwei Drittel der Fahrzeuge, die durch das Viertel fahren, dort gar kein Ziel haben und die Straßen lediglich als Abkürzung nutzen.


Neue Verkehrsbeschränkungen im Prager Petrská čtvrť: Durchgangsverkehr soll deutlich reduziert werden
Foto: Prager Petrská čtvrť | Kudy z nudy

„Das Petrská čtvrť ist keine städtische Umgehungsstraße. Es ist ein lebendiger Wohnteil von Prag 1, und genau so müssen wir ihn behandeln“, erklärte der Prager-1-Verkehrsstadtrat Vojtěch Ryvola. Ziel der neuen Beschilderung sei es, unnötigen Durchgangsverkehr zu reduzieren, während die Zufahrt für Anwohner, den öffentlichen Verkehr, Radfahrer, Rettungsdienste und berechtigte Fahrzeuge weiterhin möglich bleibe.


Besonders problematisch sei die Situation laut Stadtbezirk in Zeiten, in denen die Moldauuferstraßen überlastet sind. Viele Autofahrer würden dann auf die engen Straßen des Viertels ausweichen. Die neuen Regelungen richteten sich daher nicht gegen Bewohner oder Besucher mit berechtigtem Anliegen, sondern ausschließlich gegen den Transitverkehr.


Die Stadt erwartet von dem neuen Verkehrsregime auch eine Verringerung von Lärm, Emissionen und allgemeiner Verkehrsbelastung in den Wohnstraßen. Zudem sollen Navigations-Apps das Viertel künftig nicht mehr als reguläre Durchfahrtsroute anbieten.


Die Verkehrsberuhigung im Petrská čtvrť knüpft an frühere Maßnahmen im Zentrum von Prag 1 an. Bereits seit Sommer 2024 gilt nachts ein Zufahrtsverbot für Teile der Innenstadt, unter anderem im Bereich der Straßen Revoluční, Celetná, Pařížská sowie entlang des Moldaukais.


Die Stadt will die Auswirkungen der neuen Verkehrsregelung nun in der Praxis beobachten und auswerten. Ziel sei es, klare und nachvollziehbare Regeln zu schaffen, die gleichzeitig den Alltag der Menschen respektieren, die im Viertel leben und arbeiten.

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