Modernisierung der Prager Metrostation Hradčanská hat begonnen: Sperrung ab Mitte Januar
Die Wiedereröffnung der modernisierten Station ist für Ende 2027 geplant

Neue Rolltreppen, erneuerte Technik und restaurierte Kunstwerke: Die Prager Metrostation Hradčanská wird umfassend modernisiert. Für Fahrgäste steht damit im kommenden Jahr eine längere Sperrung bevor.
Die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) haben mit den vorbereitenden Arbeiten für die vollständige Modernisierung der Metrostation Hradčanská begonnen. Diese sollen bis etwa Mitte Januar 2027 bei laufendem Betrieb stattfinden. Für die anschließenden Hauptarbeiten ist eine vollständige Schließung der Station einschließlich der Zugangshalle und der Fußgängerunterführung erforderlich.
Als Beginn der Sperrung ist Samstag, der 16. Januar 2027, vorgesehen. Die Züge der Linie A werden die Station anschließend mit reduzierter Geschwindigkeit ohne Halt durchfahren. Die Wiedereröffnung erwarten die DPP gegen Ende 2027.

Neue Rolltreppen und umfassende technische Erneuerung
Während der Vorbereitungsphase werden auf Bahnsteigebene schrittweise Verkleidungen an Pfeilern, Durchgängen, Decken und Wänden hinter den Gleisen entfernt. Zudem werden nicht mehr benötigte Kabel entfernt und provisorische Stromleitungen für die Hauptbauphase eingerichtet. Die Arbeiten erfolgen in örtlich begrenzten Bereichen sowie während der nächtlichen Betriebspause.
Nach der Schließung wird die Station zunächst vollständig entkernt. Anschließend werden die drei bestehenden Rolltreppen samt Maschinenraum ausgebaut. Im Rolltreppentunnel müssen außerdem alte Tragkonstruktionen aus Stahlbeton, seitliche Wartungstreppen und eine Zwischendecke entfernt und ersetzt werden.
Weitere Schwerpunkte sind die Beseitigung von Wassereintritt, die Sanierung der Stationskonstruktion und die Erneuerung der Entwässerung. Auch Kabeltrassen, sämtliche Leitungen und die Lüftungstechnik werden ausgetauscht. Zum Projekt gehört zudem die Sanierung der Transformatorenstation.

Ursprüngliche Architektur soll erhalten bleiben
Bei der Modernisierung sollen wesentliche Elemente der ursprünglichen Gestaltung bewahrt werden. Die eloxierten Aluminiumkassetten der Wandverkleidung lassen die DPP so weit wie möglich aufarbeiten. Steinverkleidungen und Bodenbeläge auf dem Bahnsteig und in der Zugangshalle werden gereinigt und umfassend überarbeitet. Beschädigte Teile sollen durch neue Elemente in passender Farbe und Struktur ersetzt werden.
Die bisherige Beleuchtung mit abgehängten Leuchten weicht energiesparenden LED-Leuchten, die in Verkleidungen und Decken beziehungsweise zwischen den Aluminiumkassetten integriert werden.
In der Fußgängerunterführung werden vier Geschäftseinheiten vollständig zurückgebaut. Die dahinter verborgene Wand mit künstlerischen Reliefs soll anschließend instand gesetzt und fachgerecht restauriert werden. Auch die Toiletten werden vollständig erneuert. Zudem erhält die Station ein neues Informationssystem.

Erste vollständige Sanierung seit der Eröffnung
Hradčanská wurde 1978 eröffnet und seither noch nie vollständig saniert. Die letzte größere Teilinstandsetzung einschließlich eines Austauschs der Rolltreppen fand 1996 statt.
Grundlegende Änderungen an der räumlichen Aufteilung sind nicht vorgesehen. Ziel sei es, die Station technisch zu modernisieren, auf einen späteren barrierefreien Zugang vorzubereiten und zugleich ihre ursprünglichen architektonischen Elemente behutsam wiederherzustellen.
Nach den Sanierungen der Stationen von Českomoravská, Pankrác und Jiřího z Poděbrad sowie den laufenden Arbeiten an der Station Flora kommt nun Hradčanská an die Reihe. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,13 Milliarden Kronen ohne Mehrwertsteuer.










