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Modernisierung der Franz-Josef-Bahn soll Verbindung Prag-Wien stärken

Aktualisiert: 19. Nov. 2023

Die neue Vereinbarung ist Teil eines Gesamtkonzepts zum Ausbau des Schienennetzes zwischen Österreich und Tschechien

Foto: Leonore Gewessler | Twitter


Die Modernisierung der Franz-Josef-Bahn soll die Zugverbindung zwischen Prag und Wien in den kommenden Jahren schneller und umweltfreundlicher machen. Die anderthalb Jahrhunderte alte Bahnlinie, die ursprünglich nach dem österreichisch-ungarischen Kaiser Franz Joseph benannt wurde, wird modernisiert.


Der tschechische Verkehrsminister Martin Kupka und die österreichische Bundesministerin für Klimaschutz und Verkehr, Leonore Gewessler, haben eine gemeinsame Erklärung zur Anpassung der historischen Bahnlinie an moderne ökologische Standards unterzeichnet.


Auf tschechischer Seite wird die Bahnstrecke zwischen Veselí nad Lužnicí, südlich von Tabor, und České Velenice an der tschechischen Grenze elektrifiziert. Damit wird eine Personen- und Güterverkehrsverbindung zwischen Prag und Wien über Gmünd ermöglicht. Die Arbeiten zur Modernisierung des tschechischen Abschnitts sollen im Jahr 2028 abgeschlossen sein. Der gesamte österreichische Abschnitt der Strecke ist bereits seit 1995 elektrifiziert.


Auf beiden Seiten der Grenze sind Erhöhungen der Streckengeschwindigkeiten, ein selektiver zweigleisiger Ausbau und die Modernisierung der Sicherheitstechnik geplant.


Nach Abschluss dieser Maßnahmen wird sich die Reisezeit vom Wiener Franz-Josefs-Bahnhof zum Prager Hauptbahnhof Hlavní nádraží von derzeit 5 Stunden und 10 Minuten um rund 40 Minuten auf etwa 4 Stunden und 30 Minuten verkürzen.

Foto: Martin Kupka | Twitter


„Die Modernisierung dieser Strecke ist der Schlüssel für die direkte Anbindung wichtiger regionaler Zentren wie dem österreichischen Tulln oder den tschechischen Städten Třeboň und Tábor", so Kupka auf Twitter.


Die österreichische Bundesministerin Gewessler sagte, dass die Franz-Josefs-Bahn wichtig für Menschen sei, die klimafreundlich und bequem reisen möchten. Die Verbesserungen werden dazu beitragen, die Nachhaltigkeit des öffentlichen Verkehrs zu stärken und den Menschen eine moderne Infrastruktur und attraktivere Dienstleistungen zu bieten.„So kann der Klimawandel bewältigt werden", teilte sie auf Twitter mit.


Einige Fortschritte bei der Verbesserung des Zugverkehrs zwischen den beiden Hauptstädten sind bereits erzielt worden. Ende Dezember 2022 wurden neue Direktverbindungen vom Wiener Franz-Josefs-Bahnhof zum Prager Hlavní nádraží (auf einer etwas anderen Strecke) in Betrieb genommen.


Die neue Vereinbarung ist Teil eines Gesamtkonzepts zum Ausbau des Schienennetzes zwischen Österreich und Tschechien. Die Strecke Wien-Brünn-Prag wird zu einer wichtigen internationalen Achse ausgebaut und soll in Zukunft als Teil der Via Vindobona zu einer Hochgeschwindigkeitsstrecke erweitert werden, die weiter nach Berlin führen soll.


Damit soll die angestrebte Reisezeit von Wien nach Berlin auf rund 4 Stunden und von Wien nach Prag auf rund 2 Stunden und 30 Minuten verkürzt werden. In Österreich wird in den kommenden Jahren ein Teil der Bahnstrecke auf bis zu 200 km/h ausgebaut.


Die Minister diskutierten auch langfristige Pläne für Direktzüge von Wien nach Pilsen. Die Modernisierung der Strecke soll in den nächsten Jahren beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein. Die Reisezeit von Wien nach Pilsen kann dadurch um etwa 50 Minuten auf rund 4 Stunden und 45 Minuten verkürzt werden. Eine Direktverbindung zwischen Prag, Linz und Salzburg ist ebenfalls geplant.

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