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Mehr Sicherheit im Žižkov-Tunnel in Prag: Neue Maßnahmen für Fußgänger und Radfahrer geplant

Als erste konkrete Maßnahme installierte die TSK am Mittwoch neue Verkehrszeichen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h

Mehr Sicherheit im Žižkov-Tunnel in Prag: Neue Maßnahmen für Fußgänger und Radfahrer geplant
Foto: Praha 3

Im Žižkov-Tunnel in Prag sollen Fußgänger und Radfahrer künftig sicherer unterwegs sein. Nach wiederholten Beschwerden über gefährliche Situationen und riskantes Fahrverhalten bereitet der Stadtbezirk Prag 3 nun gemeinsam mit mehreren Behörden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit vor.


Der Tunnel, der eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen Žižkov und Karlín darstellt, wird täglich von zahlreichen Fußgängern und Radfahrern genutzt. Besonders das hohe Tempo einiger Radfahrer hatte in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten und gefährlichen Situationen geführt.


Bereits im vergangenen Herbst hatte Prag 3 Gespräche mit der Technischen Straßenverwaltung (TSK), der Stadtpolizei, der Polizei der Tschechischen Republik sowie weiteren Beteiligten aufgenommen. Anlass waren wiederholte Hinweise aus der Bevölkerung sowie Beobachtungen direkt vor Ort.


„Im Tunnel befindet sich der Fußgänger in der schwächeren Position, während der Radfahrer der stärkere Verkehrsteilnehmer ist. Radfahrer müssen hier deshalb langsam und rücksichtsvoll fahren, damit niemand gefährdet wird“, erklärte der Bürgermeister von Prag 3, Michal Vronský.


Als erste konkrete Maßnahme installierte die TSK am Mittwoch neue Verkehrszeichen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h. Die Einhaltung der neuen Regelung soll künftig regelmäßig von der Polizei und der Stadtpolizei kontrolliert werden.


Darüber hinaus sollen Beleuchtung und Sichtverhältnisse im Tunnel verbessert werden. Gemeinsam mit der Technologiegesellschaft der Hauptstadt Prag plant die TSK Reparaturen und Ergänzungen der Beleuchtung, insbesondere im Bereich der unübersichtlichen Kurve des Tunnels.


Weitere Maßnahmen sind bereits in Vorbereitung. Geplant sind sogenannte „optische Bremsen“ – auffällige Aufschriften wie „slow“, „brzdi“ oder „zpomal“, die direkt auf den Boden aufgebracht werden und Radfahrer zum langsameren Fahren bewegen sollen. Langfristig könnten auch physische Bremsschwellen folgen.


Nach Angaben des Stadtbezirks soll die Situation im Žižkov-Tunnel weiterhin beobachtet werden. Falls notwendig, könnten weitere Maßnahmen folgen. Ziel sei es, den Tunnel für alle Nutzer sicherer und rücksichtsvoller zu gestalten.

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