Neue Wagen für die Petřín-Standseilbahn in Prag: Testbetrieb startet im Mai
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Bis zur Wiedereröffnung für Fahrgäste im September stehen umfangreiche Testfahrten und technische Prüfungen an

Nach monatelangen Modernisierungsarbeiten nimmt die Petřín-Standseilbahn in Prag die nächsten Schritte Richtung Wiedereröffnung. Die neuen Wagen wurden nun auf die modernisierte Strecke gesetzt, bevor ab Mai umfangreiche Testfahrten ohne Fahrgäste beginnen. Der reguläre Betrieb soll im September 2026 starten.
Die neuen Wagen der Petřín-Standseilbahn sind in Prag angekommen. Nach dem Transport aus der Schweiz wurden sie nun auf die modernisierte Strecke gesetzt. Bis zur Wiedereröffnung für Fahrgäste im September stehen umfangreiche Testfahrten und technische Prüfungen an.

Die beiden neuen Wagen der Petřín-Standseilbahn wurden am Mittwochmorgen mithilfe eines Krans auf die rekonstruierte Strecke gesetzt. Die Fahrzeuge waren bereits Ende März aus dem Werk in der Schweiz nach Prag geliefert worden. Die Wagen wurden im Bereich der sogenannten Abt-Weiche unterhalb der Station Nebozízek auf die Strecke gesetzt, wo sie sich im Betrieb begegnen.
Die Standseilbahn ist seit September 2024 außer Betrieb. Grund dafür waren Schäden an der Strecke nach starken Regenfällen. Die eigentlichen Rekonstruktionsarbeiten begannen im März vergangenen Jahres und sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Derzeit laufen noch Anpassungen im Umfeld der Strecke.
Nach dem Einsetzen der Wagen folgen die Installation der technischen Systeme sowie weitere Anpassungen und Tests. Ab Mai beginnt anschließend der mehrmonatige Testbetrieb ohne Fahrgäste. Dabei werden die Wagen sowohl ohne Belastung als auch mit simuliertem Vollgewicht getestet. Für die Belastungstests wird eine Last von insgesamt 7,5 Tonnen verwendet, um eine vollständig besetzte Fahrt zu simulieren. Zusätzlich sind Bremsproben sowie Schulungsfahrten für das Betriebspersonal vorgesehen.

Die neuen Wagen wurden von der österreichisch-schweizerischen Unternehmensgruppe Doppelmayr/Garaventa gefertigt. Das Design stammt vom tschechischen Studio Anna Marešová designers. Die Kosten belaufen sich auf rund 137,7 Millionen Kronen, die Produktion dauerte etwa elf Monate.

Nach Angaben der Verkehrsbetriebe sollen die Testfahrten voraussichtlich bis Ende Juni dauern. Anschließend folgen die behördlichen Genehmigungsprozesse und Sicherheitsprüfungen. Der reguläre Probebetrieb mit Fahrgästen soll nach aktuellem Stand im September 2026 starten.





