Löhne in Tschechien steigen weiter: Durchschnittslohn liegt erstmals im ersten Quartal über 50.000 Kronen
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Löhne steigen real um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Steigende Gehälter und eine vergleichsweise niedrige Inflation haben den Arbeitnehmern in der Tschechischen Republik zu einem kräftigen Kaufkraftzuwachs verholfen.
Die Löhne in Tschechien sind zu Beginn des Jahres 2026 erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) erhöhte sich der durchschnittliche Bruttomonatslohn im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um 8,1 Prozent auf 50.282 Kronen. Unter Berücksichtigung der Inflation entspricht dies einem realen Zuwachs von 6,4 Prozent.
Damit verdienten Arbeitnehmer im Durchschnitt 3.789 Kronen mehr als im ersten Quartal 2025. Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 1,6 Prozent.
„Der durchschnittliche Reallohn stieg im ersten Quartal 2026 um 6,4 Prozent, nominal um 8,1 Prozent auf 50.282 Kronen. Den geringsten Anstieg verzeichneten wir im Bereich der Erzeugung und Verteilung von Strom, Gas, Wärme und klimatisierter Luft. Dort liegt das Lohnniveau jedoch weiterhin deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt“, erklärte Jitka Erhartová, Leiterin der Abteilung Arbeitsmarktstatistik beim ČSÚ.
Im Vergleich zum vierten Quartal 2025 fiel der Durchschnittslohn niedriger aus. Ende vergangenen Jahres hatte er bei 52.283 Kronen gelegen. Dieser Rückgang gilt jedoch als saisonaler Effekt, da im Schlussquartal vieler Unternehmen Jahresprämien, Boni und andere Sonderzahlungen ausgezahlt werden. Im Jahresvergleich setzte sich der positive Lohntrend daher fort.
Auch die gesamte Lohnsumme in der tschechischen Wirtschaft entwickelte sich positiv. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,8 Prozent, während die Zahl der Beschäftigten um 0,6 Prozent zunahm. Saisonbereinigt erhöhte sich der durchschnittliche Monatslohn gegenüber dem vorherigen Quartal um 2,0 Prozent.
Besonders kräftige Gehaltszuwächse verzeichneten mehrere Branchen. Den höchsten Anstieg meldete das Statistikamt für den Immobiliensektor mit einem Plus von 22,1 Prozent. Es folgten die administrativen und unterstützenden Dienstleistungen mit 18,8 Prozent sowie das Baugewerbe mit 12,6 Prozent.
Am geringsten fiel das Lohnwachstum in der Energieversorgung aus. In der Erzeugung und Verteilung von Strom, Gas, Wärme und klimatisierter Luft stiegen die durchschnittlichen Löhne gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,1 Prozent. Trotz dieses vergleichsweise moderaten Zuwachses zählt die Branche weiterhin zu den Bereichen mit überdurchschnittlichen Einkommen.








