Kempinski The Augustine in Prag soll Anfang 2027 eröffnen
Das Hotel im historischen Augustinerkloster auf der Prager Kleinseite wird umfassend umgestaltet

Neue Impulse für ein geschichtsträchtiges Haus: Auf der Prager Kleinseite bereitet Kempinski den Neustart eines traditionsreichen Hauses vor. Neben neu gestalteten Zimmern sollen auch Gastronomie und lokale Kunst das künftige Profil prägen.
Das Prager Augustine Hotel soll Anfang 2027 unter dem Namen „Kempinski The Augustine, Prague“ eröffnen. Wie die Hotelgruppe mitteilt, wird das Haus nach der Übernahme im Mai dieses Jahres umfassend renoviert und neu positioniert.
Das Hotel befindet sich im Augustinerkloster St. Thomas auf der Prager Kleinseite. Es erstreckt sich über sieben historische Gebäude, deren Geschichte mehr als 800 Jahre zurückreicht. Der Klosterkomplex aus dem 13. Jahrhundert wird weiterhin von Mönchen genutzt.
Die Neugestaltung soll die historischen Räume mit zeitgenössischem Design verbinden. Verantwortlich ist das LDS Design Studio, das sich dabei von gotischen und barocken Einflüssen sowie der Kunst- und Kulturgeschichte Prags inspirieren lässt. Originale Elemente der Klosterarchitektur sollen erhalten und in das neue Gestaltungskonzept eingebunden werden.

Ein „Wohnzimmer der Stadt“ auf der Kleinseite
Die öffentlich zugänglichen Bereiche sollen künftig stärker als Treffpunkt für Hotelgäste und Einheimische dienen. Kempinski beschreibt das Konzept als „Wohnzimmer der Stadt“. Geplant sind miteinander verbundene Aufenthaltsbereiche mit einer Bar, gemütlichen Nischen und Raum für Begegnungen.
An einem sogenannten „Collector’s Table“ sollen Arbeiten tschechischer Kunsthandwerker präsentiert werden. Darüber hinaus ist eine künstlerische Deckengestaltung in Zusammenarbeit mit einem aufstrebenden lokalen Künstler vorgesehen.

101 Zimmer und Suiten mit historischen Details
Das Haus verfügt über 101 Zimmer, darunter 20 Suiten. In vielen Räumen ist die ursprüngliche Struktur der früheren Wohnbereiche der Mönche mit Gewölbedecken und Holzbalken erhalten geblieben.
Nach der Renovierung sollen individuell gestaltete Himmelbetten, historische Wandteppichmotive, skulpturale Leuchten und Bäder mit wohnlichem Charakter das Erscheinungsbild prägen. Mehrere Suiten greifen Persönlichkeiten und Themen der Stadtgeschichte auf. Die Präsidentensuite ist Václav Havel gewidmet. Eigene Gestaltungskonzepte erhalten unter anderem auch die Monastery Suite, die Philosopher’s Stone Suite, die Charles Suite und die Fresco Suite.
Neues Restaurant und Bar im historischen Refektorium
Ein wesentlicher Teil der Neuausrichtung betrifft die Gastronomie. Die Konzepte entstehen in Zusammenarbeit mit der Gorgeous Group und dem Russell Sage Studio.
Das Restaurant „The Salon“ soll als salonartiger Treffpunkt vom Frühstück bis zum Abendessen dienen. Vorgesehen sind international geprägte Klassiker mit lokalen Akzenten, Speisen, die teilweise direkt am Tisch zubereitet werden, und eine wechselnde Weinkarte.

Im historischen Refektorium des Klosters entsteht eine Bar, deren Konzept sich an den zwölf alchemistischen Schritten George Ripleys orientiert. Geplant sind eine darauf abgestimmte Cocktailkarte, saisonale Kräuteransätze und Absinth aus lokaler handwerklicher Herstellung.
Mit dem Programm „The E.R.A.s – Experience Real Access“ will Kempinski Hotelgästen außerdem persönliche Zugänge zur Stadt ermöglichen. Im Augustine sollen dabei sowohl das weiterhin aktive Kloster als auch Kontakte zu Prager Künstlern, Kreativen und Handwerkern eine Rolle spielen.










