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Ahold Delhaize will Tesco in Tschechien und der Slowakei übernehmen

vor 3 Stunden
2 Min. Lesezeit

Tesco betreibt in beiden Ländern zusammen mehr als 360 eigene Supermärkte, Hypermärkte und kleinere Geschäfte sowie über 100 Franchise-Filialen

Ahold Delhaize will Tesco in Tschechien und der Slowakei übernehmen
Foto: Ahold Delhaize

Der Lebensmittelhandel in Tschechien und der Slowakei steht vor einer großen Übernahme. Ahold Delhaize plant, das Tesco-Geschäft in beiden Ländern zu erwerben und damit seinen Wachstumskurs in der Region fortzusetzen.


Der niederländisch-belgische Handelskonzern Ahold Delhaize (Albert Supermarket und Hypermarket) hat sich auf die vollständige Übernahme des Tesco-Geschäfts in Tschechien und der Slowakei geeinigt. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen, steht jedoch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.


Mit der geplanten Übernahme will Ahold Delhaize seine Position in Mittel- und Südosteuropa stärken und in den slowakischen Markt eintreten. In Tschechien würde die Integration des Tesco-Filialnetzes die Präsenz des Konzerns im Lebensmitteleinzelhandel deutlich ausbauen.


Tesco betreibt in beiden Ländern zusammen mehr als 360 eigene Supermärkte, Hypermärkte und kleinere Geschäfte sowie über 100 Franchise-Filialen. Das Unternehmen beschäftigt dort mehr als 14.000 Menschen und erzielt einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro.


Unternehmenswert von rund 1,2 Milliarden Euro


Der Transaktion liegt ein Unternehmenswert von etwa 1,2 Milliarden Euro zugrunde. Der Kauf soll mit bereits gesicherten Finanzierungsmitteln und vorhandenen Ressourcen finanziert werden.


Größeres Filialnetz und Investitionen geplant


Ahold Delhaize erwartet durch den Zusammenschluss deutlich höhere Umsätze und Synergieeffekte. Diese sollen nach Unternehmensangaben zusätzlichen Spielraum für Investitionen in das Kundenangebot, die Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Zufriedenheit der Beschäftigten schaffen.


Für die Integration verweist der Konzern auf die Erfahrung von Albert mit Übernahmen und der Umstellung von Geschäften auf die eigene Marke. Das erweiterte Filialnetz soll Kunden ein breiteres Angebot an hochwertigen und gesunden Lebensmitteln, modernisierte Geschäfte und neue Technologien bieten.


Ahold-Delhaize-Chef Frans Muller bezeichnete die geplante Übernahme als wichtigen Schritt zur Stärkung der Position in Mittel- und Südosteuropa. Die beiden Unternehmen ergänzten sich gut und verfügten über umfassende Kenntnisse der lokalen Märkte. Zugleich eröffne die Transaktion den Zugang zum attraktiven slowakischen Markt.


Ahold Delhaize umfasst nach eigenen Angaben 17 Marken mit insgesamt 384.000 Beschäftigten und mehr als 9.500 Geschäften. Die Gruppe bedient wöchentlich über 77 Millionen Kunden in Europa, den USA und Indonesien. Zum Konzern gehört auch der Onlinehändler bol.

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