Karakals zurück im Prager Zoo: Elegante Jäger mit markanten Ohrpinseln
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Untergebracht sind die Tiere in jenem Gehege, in dem in der Vergangenheit bereits drei Jungtiere erfolgreich aufgezogen wurden

Nach sieben Jahren sind im Zoo Praha wieder Karakals zu sehen. Die schnellen und äußerst beweglichen Wildkatzen sind ab sofort im Außengehege der Raubtiere zu beobachten. Mit einem neuen Paar knüpft der Zoo an frühere Zuchterfolge an.
Schnell, kräftig und außergewöhnlich beweglich: Im Außengehege der Raubtiere im Prager Zoo sind ab sofort wieder Karakals zu sehen. Die aktiven Wildkatzen fallen vor allem durch ihre charakteristischen schwarzen Ohrpinsel auf. Mit einem neuen Paar knüpft der Zoo an frühere Zuchterfolge an und nach sieben Jahren kehren Karakals, die in den Savannen Afrikas und Asiens heimisch sind, nach Prag zurück.
Wie Säugetierkurator Pavel Brandl erklärt, stand die Frage im Raum, welche Tierart das freigewordene Außengehege nach den Ozelots beleben sollte. Zwar konnten diese dort erfolgreich Nachwuchs aufziehen, für Besucher seien die kleineren Raubtiere in den rund hundert Meter langen Volieren jedoch nur schwer zu beobachten gewesen. „Letztlich haben wir uns wieder für Karakals entschieden – auch deshalb, weil wir bereits seit mehr als einem Jahr ein Paar im Hintergrundbereich halten“, so Brandl.

Der Karakal gilt als ausdauernder Läufer, der sich sowohl in felsigem Gelände als auch zwischen zerklüfteten Felsen sicher bewegt. Die Hinterpfoten sind mit dichten Haarpolstern versehen, die ihm einen elastischen Absprung und einen schnellen Start ermöglichen. Mit Sprüngen von bis zu drei Metern Höhe kann er Vögel direkt im Flug erbeuten; selbst flinke Klippschliefer stehen auf seinem Speiseplan. Mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm wagen sich Karakals mitunter sogar an Beutetiere, die deutlich größer sind als sie selbst.
Besonders auffällig sind die pinselartigen Haarbüschel an den Ohren, die an Luchse erinnern. Eine nähere Verwandtschaft besteht jedoch nicht: Der Karakal gehört zur Linie der sogenannten „Goldkatzen“ des afrikanischen Kontinents. Die großen Ohrmuscheln dienen sowohl der Ortung von Beute als auch der Kommunikation untereinander. In den trockenen Savannenregionen kommt die Art mit wenig Wasser aus und ist dank ihres sandfarbenen Fells bestens getarnt.

Untergebracht sind die Tiere in jenem Gehege, in dem in der Vergangenheit bereits drei Jungtiere erfolgreich aufgezogen wurden. Das junge Paar könnte somit an frühere Zuchterfolge anknüpfen. In freier Wildbahn bringt das Weibchen seine Jungen meist in verlassenen Stachelschweinbauten oder in Felshöhlen zur Welt. Mit etwa fünf Monaten entwickeln die Jungtiere ihr bleibendes Gebiss und beginnen, selbstständiger zu werden – bleiben jedoch oft noch mehrere Monate im Familienverband zusammen. Prager Zoo (Zoologická zahrada hl. m. Prahy) Webseite | Facebook | Instagram








