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HiPP-Erpressungsfall: Neue Details nach Manipulationsverdacht bei Babynahrung

In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden laut Medien seither fünf manipulierte Gläser sichergestellt

HiPP-Erpressungsfall: Neue Details nach Manipulationsverdacht bei Babynahrung
Foto: HiPP

Neue Details im Fall der mutmaßlich manipulierten HiPP-Babynahrung deuten auf eine gezielte Erpressung hin. In mehreren Ländern laufen die Untersuchungen weiterhin auf Hochtouren.


Nach dem Manipulationsverdacht bei HiPP-Babynahrung in mehreren Ländern kommen weitere Hintergründe ans Licht. Wie bereits von uns berichtet, laufen die Ermittlungen in Österreich, Tschechien und der Slowakei auf Hochtouren.


Im Zentrum des Falls steht nach Angaben des Herstellers HiPP eine Erpressung. Demnach soll ein bislang unbekannter Täter eine Nachricht an ein unpersonalisiertes Sammelpostfach des Unternehmens geschickt haben. Diese sei im Rahmen regulärer Abläufe erst zeitverzögert gesichtet worden. Unmittelbar nach Bekanntwerden habe HiPP die zuständigen Behörden informiert und einen internen Krisenstab eingerichtet.


Parallel dazu wurden umgehend Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher eingeleitet. Das Unternehmen betont, in enger Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden zu stehen und die Kommunikation entsprechend abzustimmen. Details zum Tathergang bleiben derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen begrenzt.


Nach Unternehmensangaben steht der Vorfall nicht im Zusammenhang mit der Produktqualität. Produktions-, Kontroll- und Qualitätssicherungsprozesse funktionierten uneingeschränkt. Vielmehr handle es sich um eine gezielte externe Manipulation, die außerhalb des Einflussbereichs des Herstellers erfolgt sei.


In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden laut dem österreichischen Sender ORF seither fünf manipulierte Gläser vor dem Verzehr sichergestellt. Ein weiteres Glas könnte in Österreich mutmaßlich noch in Umlauf sein. Insgesamt könnten „Presse“-Informationen zufolge aber sogar zwölf verkaufte Gläser von den Manipulationen betroffen sein, weitere Details zu Quellen nennt der Sender aber nicht.


Verdächtige Gläser lassen sich laut Behörden an bestimmten Merkmalen erkennen. Dazu zählen eine weiße Etikette mit rotem Kreis auf der Unterseite, beschädigte oder bereits geöffnete Deckel, fehlende Sicherheitsverschlüsse sowie ein auffälliger Geruch.


Das tschechische Gesundheitsministerium hatte bereits am Sonntag, den 19. April, eine Warnung herausgegeben, in der Eltern aufgefordert werden, ihre Vorräte an HiPP-Babynahrung umgehend zu überprüfen und Verdachtsfälle den zuständigen Hygienebehörden zu melden.

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