top of page

„Heslo1234“ Spitzenreiter: Experten warnen vor gefährlichen Passwort-Gewohnheiten in Tschechien

Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten entstehen viele Probleme nicht durch hochkomplexe Hackerangriffe, sondern durch alltägliche Nachlässigkeiten

„Heslo1234“ Spitzenreiter: Experten warnen vor gefährlichen Passwort-Gewohnheiten in Tschechien
Foto: Sasun Bughdaryan | Unsplash

Viele Menschen in Tschechien setzen weiterhin auf unsichere und leicht zu knackende Passwörter. Experten warnen, dass bereits ein einziges kompromittiertes Passwort ausreichen kann, um Zugriff auf E-Mail-Konten, soziale Netzwerke oder sogar Bankdienste zu erhalten.


Passwörter gehören längst zum Alltag – ob beim E-Mail-Postfach, Streamingdiensten, sozialen Netzwerken oder Online-Banking. Dennoch verwenden viele Nutzer immer wieder dieselben Kombinationen oder sogar ein einziges Passwort für sämtliche Konten. Genau das macht es Cyberkriminellen besonders leicht.


Wie der Telekommunikationsanbieter O2 unter Berufung auf Daten von NordPass mitteilt, zählen „Heslo1234“, „admin“ und „123456“ weiterhin zu den am häufigsten verwendeten Passwörtern in Tschechien. Weltweit dominieren ähnliche Kombinationen wie „12345678“ oder einfache Tastaturfolgen wie „qwerty“.


Besonders problematisch: Auch jüngere Nutzer schneiden bei der Passwortsicherheit nicht besser ab. Analysen zeigen, dass Menschen der sogenannten digitalen Generation häufig ähnlich schwache Passwörter verwenden wie ältere Nutzergruppen. Für automatisierte Angriffe seien solche Kombinationen oft innerhalb weniger Sekunden zu knacken.


Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten entstehen viele Probleme nicht durch hochkomplexe Hackerangriffe, sondern durch alltägliche Nachlässigkeiten. Dazu zählt vor allem die Nutzung eines einzigen Passworts für mehrere Dienste. Gelangt dieses durch ein Datenleck in falsche Hände, können Angreifer innerhalb kurzer Zeit auf zahlreiche weitere Konten zugreifen.


Auch einfache Zahlen- oder Namenskombinationen gelten weiterhin als großes Risiko. Programme zum automatisierten Passwort-Knacken erkennen solche Varianten in kürzester Zeit. Ebenfalls kritisch sehen Experten handschriftlich notierte Passwörter auf Zetteln oder in Notizbüchern sowie Zugangsdaten, die über Jahre hinweg unverändert bleiben.


Ein weiteres Sicherheitsproblem ist das Teilen von Passwörtern mit anderen Personen. Selbst gut gemeinte Weitergaben könnten dazu führen, dass Zugangsdaten unkontrolliert verbreitet oder missbraucht werden.


Sicherheitsexperten empfehlen daher, für jeden Dienst ein eigenes, möglichst langes Passwort zu verwenden und zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Schon wenige Änderungen im digitalen Alltag können das Risiko eines erfolgreichen Angriffs deutlich reduzieren.

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

bottom of page