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Finanzprobleme gefährden Gedenkveranstaltungen in Lidice und Ležáky

Aktualisiert: 15. Jan.

Lidice und die Siedlung Ležáky wurden im Jahr 1942 von den Nazis als Vergeltungsmaßnahme für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, zerstört

Finanzprobleme gefährden Gedenkveranstaltungen in Lidice und Ležáky
Foto: Denkmal für die ermordeten Kinder von Lidice

Die Gedenkstätte Lidice bei Kladno und die Gedenkstätte Ležáky in der Region Chrudim sehen sich in diesem Jahr mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert, die zur Absage einiger Veranstaltungen führen könnten. Betroffen sind bereits zwei Konzerte, und auch eine Ausstellung ist gefährdet. Der Mangel an finanziellen Mitteln könnte zu einer Reduzierung von Veranstaltungen und zu einer Einschränkung des Ausstellungsbetriebs führen.


Eduard Stehlík, Direktor der Gedenkstätte Lidice, erklärte gegenüber tschechischen Medien, dass die Gedenkveranstaltung "Licht für Lidice" abgesagt und stattdessen nur noch alle fünf Jahre stattfinden solle. Dieses Treffen, bei dem über 600 Kinder aus dem ganzen Land zusammenkommen, würde erhebliche finanzielle Ressourcen erfordern. Auch das Konzert für Ležáky wird abgesagt und könnte zukünftig nur an runden Jahrestagen stattfinden.


Lidice und die Gedenkstätte Ležáky verfügen über ein jährliches Budget von 35 Millionen CZK, das auch Gehälter umfasst. Stehlík betonte jedoch, dass dies nicht ausreichend sei, um anspruchsvollere Projekte umzusetzen. Projekte wie die Umgestaltung der Gedenkstätte in Lidice beanspruchen einen erheblichen Anteil des Budgets.


Die Ausstellung über Ležáky ist ebenfalls gefährdet, solange keine Sondermittel vom Kulturministerium bereitgestellt werden. Stehlík betonte, dass die Gedenkstätten personell unterbesetzt sind, was die Entwicklung und Pflege erschwert. Der Mangel an finanziellen Mitteln und Ressourcen beeinträchtigt die Fähigkeit der Einrichtungen, ihre Bildungs- und Gedenkverpflichtungen vollständig zu erfüllen.


Lidice und die Siedlung Ležáky wurden im Jahr 1942 von den Nazis als Vergeltungsmaßnahme für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, zerstört. Reinhard Heydrich war auch als "Schlächter von Prag" bekannt. Das Attentat auf Heydrich wurde von tschechoslowakischen Widerstandskämpfern verübt und führte zu drastischen Vergeltungsmaßnahmen der Nazis, einschließlich der Zerstörung von Lidice und Ležáky sowie der Ermordung ihrer Bewohner.

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