CPI Report 2025: Tschechien verbessert sich, bleibt aber hinter EU-Durchschnitt
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Den ersten Platz von 180 Ländern im aktuellen Korruptionswahrnehmungsindex belegt erneut Dänemark

Tschechien verbessert sich im Corruption Perceptions Index 2025 auf Platz 39 von 182 Ländern, erreicht 59 Punkte und liegt damit weiterhin leicht unter dem EU-Durchschnitt von 62.
Transparency International (TI) in Berlin hat die Ergebnisse des neuen Corruption Perceptions Index (CPI) für 2025 veröffentlicht. Tschechien erreichte demnach 59 von 100 möglichen Punkten und kletterte auf den 39. Platz von insgesamt 182 bewerteten Ländern. Damit liegt das Land weiterhin unter dem EU-Durchschnitt von 62 Punkten.
David Kotora, Geschäftsführer von TI Tschechien, kommentiert das Ergebnis: „Der aktuelle Punktestand spiegelt vor allem die unzureichenden Maßnahmen der früheren Fiala-Regierung (ODS) wider. Sie konnte die Gesetzgebung zum Interessenkonflikt nicht reformieren. Auch das Lobbygesetz wurde nur halbherzig angepasst, um EU-Vorgaben zu erfüllen und dem Land Milliarden an europäischen Fördermitteln zu sichern. Systemische Änderungen, wie die dringend benötigte Reform der Wettbewerbsbehörde (ÚOHS), wurden de facto auf Eis gelegt.“
Mit der neuen Koalitionsregierung unter Premierminister Andrej Babiš (ANO) – bestehend aus ANO, SPD und Motoristé Sobě – seien dagegen schwierige Zeiten zu erwarten. „Qualitativ hochwertige Anti-Korruptionsgesetze oder effektive systemische Lösungen werden wohl nicht eingeführt, wie sich bereits im Regierungsprogramm zeigt. Auch eine Verbesserung der politischen Kultur ist nicht zu erwarten“, so Kotora weiter.
Globale Perspektive
Der CPI gilt als weltweit anerkanntes Expertenranking zur Korruption. 182 Länder und Regionen werden auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet, wobei 100 Punkte für fast vollständige Korruptionsfreiheit stehen. Die Bewertung basiert auf 13 Quellen internationaler Institutionen und konzentriert sich auf den öffentlichen Sektor – es handelt sich also nicht um Meinungsumfragen. Der Index wird vom TI-Sekretariat in Berlin seit 1995 jährlich veröffentlicht und dient Politik, Medien sowie öffentlichen und privaten Institutionen als verlässliche Datengrundlage.
Den ersten Platz im aktuellen Korruptionswahrnehmungsindex belegt erneut Dänemark
An der Spitze des CPI-2025-Reports liegt weiterhin Dänemark mit 89 Punkten, gefolgt von Finnland (88) und Singapur (84). Den vierten Platz teilen sich Neuseeland (81) und Norwegen. Die Plätze sechs bis zehn werden von der Schweiz, Schweden, den Niederlanden, Luxemburg, Island und Deutschland belegt.
Am unteren Ende der Skala stehen Südsudan und Somalia mit jeweils 9 Punkten. Venezuela liegt vorletzter mit 10 Punkten, Eritrea, Libyen und Jemen folgen mit jeweils 13 Punkten. Transparency International








