Ehemalige Windhundrennbahn in Prag-Motol wird zum modernen Leichtathletikzentrum
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Nach Angaben des tschechischen Leichtathletikverbandes könnten dort wöchentlich mehr als 1.500 Kinder an regelmäßigen Trainings- und Freizeitangeboten teilnehmen

Das frühere Windhundstadion in Motol steht vor einer grundlegenden Umgestaltung. Künftig sollen dort keine Vierbeiner mehr um die Wette laufen, sondern Leichtathleten trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen. Die Eröffnung der neuen Sportanlage ist in etwa eineinhalb Jahren geplant.
Das seit Jahren ungenutzte Stadion wurde 2013 errichtet und vor zwei Jahren von der Stadt Prag erworben. Die Stadtverwaltung von Prag 5 begrüßt die geplante Neunutzung.
„Wir fanden es sehr schade, dass das Gelände nicht genutzt wurde. In der Umgebung gibt es zahlreiche attraktive Sportanlagen, doch genau hier in der Mitte fehlte bislang ein entsprechendes Angebot“, erklärte der Bürgermeister von Prag 5, Lukáš Herold (ODS), bei einer Besichtigung des Areals am Montag. Zugleich dankte er der Stadt für den Ankauf des Geländes, auf dem zeitweise auch Kart-Rennen ausgetragen worden waren.
Entscheidend sei nun, die Anlage möglichst schnell für den Sport zu öffnen. „Wir haben mit dem Oberbürgermeister und den zuständigen Stadträten darüber gesprochen, den Umbau in mehreren Etappen umzusetzen. Die erste Phase soll so schnell wie möglich abgeschlossen werden, damit hier endlich Sport betrieben werden kann“, sagte Herold.

Auch der für Sport zuständige stellvertretende Bürgermeister von Prag 5, David Dušek (STAN), verwies auf den großen Bedarf an Leichtathletikanlagen. Im gesamten fünften Prager Stadtbezirk gibt es derzeit nur eine entsprechende Laufbahn auf dem Barrandov. Mit dem Projekt beginne die Hauptstadt, ihren bisherigen Nachholbedarf im Bereich der Leichtathletik zumindest teilweise auszugleichen.
Geplant ist ein großes Leichtathletikzentrum, das die europäischen Standards für Wettkämpfe im Erwachsenenbereich erfüllen soll. Die Anlage soll von drei Sportvereinen aus Prag 5, Prag 6 genutzt werden.
Nach Angaben des tschechischen Leichtathletikverbandes könnten dort wöchentlich mehr als 1.500 Kinder an regelmäßigen Trainings- und Freizeitangeboten teilnehmen.

Auch die bestehenden Innenräume sollen umfassend umgebaut werden. „Anstelle des früheren Restaurants wollen wir beispielsweise ein modernes Rehabilitationszentrum auf höchstem Niveau einrichten“, erklärte der Prager Stadtrat für Bildung und Sport, Antonín Klecanda (STAN).
In einer weiteren Ausbauphase ist zudem der Bau einer Unterkunft vorgesehen, die vor allem im Zusammenhang mit internationalen Wettkämpfen genutzt werden soll. Darüber hinaus soll das Gelände auch optimale Trainingsbedingungen für Parasportler bieten. Die Hauptstadt habe bereits entsprechende Kooperationen vereinbart.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem die Erweiterung der Tribüne, der Austausch der bisherigen Sportflächen durch Tartan und Rasen sowie der Bau einer 400 Meter langen Leichtathletikbahn mit acht Spuren.
Im Innenbereich der Laufbahn sollen Anlagen für Weit- und Hochsprung sowie für Speerwurf, Hammerwurf, Diskuswurf und Kugelstoßen entstehen. Das Sportzentrum soll künftig sowohl Vereinen als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.








