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Schwächere Nachfrage bremst Bierexporte von Plzeňský Prazdroj

Auch auf dem tschechischen Markt verzeichnete die Brauerei im vergangenen Jahr einen Absatzrückgang

Schwächere Nachfrage bremst Bierexporte von Plzeňský Prazdroj
Foto: Plzeňský Prazdroj

Plzeňský Prazdroj hat im vergangenen Jahr weniger Bier ins Ausland exportiert. Vor allem die schwächere Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten wie Deutschland und Slowakei belastete die Ausfuhren.


Plzeňský Prazdroj hat im vergangenen Jahr 1,82 Millionen Hektoliter Bier ins Ausland geliefert. Das entspricht einem Rückgang von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben ungünstigen Wetterbedingungen belastete auch der weltweite Rückgang des Bierkonsums die Ausfuhren – darunter in wichtigen Absatzmärkten wie der Slowakei, Deutschland und Polen.


Trotz der rückläufigen Verkäufe zahlte die Brauerei so viele Steuern wie nie zuvor. Insgesamt überwies das Unternehmen mehr als 6,6 Milliarden Kronen an den tschechischen Staatshaushalt.


„Auf wichtigen Exportmärkten beobachten wir eine ähnliche Entwicklung wie in der Tschechischen Republik. Wirtschaftliche Faktoren und ein verändertes Konsumverhalten beeinflussen die Nachfrage“, erklärte Michal Mrowiec, Generaldirektor von Plzeňský Prazdroj.


Schwächere Nachfrage bremst Bierexporte von Plzeňský Prazdroj
Foto: Plzeňský Prazdroj

In den für das Unternehmen besonders wichtigen Märkten Slowakei, Deutschland, Polen und Südkorea seien die Verkäufe im vergangenen Jahr entweder gesunken oder stagniert. In der Slowakei, dem größten Exportmarkt der Brauerei, ging der Absatz um knapp sechs Prozent zurück. In Polen betrug das Minus vier Prozent, in Südkorea sogar 15 Prozent.


Pilsner Urquell bleibt wichtigstes Exportbier


Trotz der allgemein schwächeren Nachfrage bleibt Plzeňský Prazdroj der größte Exporteur tschechischen Bieres. Die Brauerei liefert ihre Produkte in rund 50 Länder, darunter auch weiter entfernte Märkte wie die Philippinen, Singapur, Island und die Mongolei. Das wichtigste Exportprodukt war erneut das Lagerbier Pilsner Urquell. Das tschechische Bier war im vergangenen Jahr auf der Weltausstellung in Japan ein großer Erfolg und trug dazu bei, dass die Exporte in das Land der aufgehenden Sonne um 38 Prozent stiegen.


Schwächere Nachfrage bremst Bierexporte von Plzeňský Prazdroj
Foto: Plzeňský Prazdroj

Dosen werden immer beliebter


Rund 41 Prozent der Bierexporte entfielen im vergangenen Jahr auf Dosen. Mehrweg-Glasflaschen hatten einen Anteil von 28 Prozent, Einwegflaschen für weiter entfernte Märkte sieben Prozent. Knapp ein Viertel des exportierten Bieres wurde in Fässern oder Tanks geliefert.


Rechnet man die Dosenproduktion für den heimischen Markt und das Ausland zusammen, liegen Aluminiumdosen inzwischen etwa gleichauf mit Glasflaschen.


Umsatz und Gewinn gehen zurück


Plzeňský Prazdroj verzeichnete im vergangenen Jahr nicht nur im Ausland, sondern auch auf dem tschechischen Markt einen Absatzrückgang. Im Vergleich zu 2024 sanken die Verkäufe im Inland um zwei Prozent.


Die schwächere Nachfrage wirkte sich auch auf die Geschäftszahlen aus. Der Gesamtumsatz ging um rund drei Prozent auf 22,4 Milliarden Kronen zurück. Der Gewinn nach Steuern sank um ein Prozent auf 5,85 Milliarden Kronen.


Schwächere Nachfrage bremst Bierexporte von Plzeňský Prazdroj
Foto: Plzeňský Prazdroj

Milliardeninvestitionen in Brauereien und Gastronomie


Im Jahr 2025 investierte das Unternehmen insgesamt 1,66 Milliarden Kronen in Innovationen, nachhaltige Technologien und die Modernisierung seiner Brauereien. Zu den Projekten gehörte unter anderem ein neues, vollständig automatisiertes Lager in Plzeň.


Weitere 420 Millionen Kronen flossen in die Unterstützung von Gaststätten und Restaurants. Die Brauerei stellt Betrieben unter anderem Zapfanlagen, Biertanks, Außenterrassen und Gläser zur Verfügung. Zudem beteiligt sie sich an der Erneuerung von Fassaden und der Modernisierung von Innenräumen. Zusätzlich bietet das Unternehmen Beratung in Bereichen wie Digitalisierung, Bierpflege, Speisekartengestaltung, Mitarbeiterschulung und Werbung an.

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