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NeverMore 68 erinnert Ende August in Prag an die Geschichten der Exilanten

Die fünfte Ausgabe des Festivals NeverMore 68 rückt die Schicksale jener Menschen in den Mittelpunkt, die nach der Besetzung der Tschechoslowakei ins Exil gingen

NeverMore 68 erinnert Ende August in Prag an die Geschichten der Exilanten
Foto: Na Výstavišti

Die fünfte Ausgabe des Festivals widmet sich Ende August den Menschen, die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings die Tschechoslowakei verließen.


Das Prager Ausstellungsgelände Výstaviště wird am 21. August erneut zum Schauplatz einer der größten Gedenkveranstaltungen an die Ereignisse des Jahres 1968. Die fünfte Ausgabe des Festivals NeverMore 68 rückt die Schicksale jener Menschen in den Mittelpunkt, die nach der Besetzung der Tschechoslowakei ins Exil gingen.


Unter dem Motto „Geschichten derer, die hier fehlten“ (Příběhy těch, kteří tu chyběli) erinnert die Veranstaltung sowohl an bekannte Persönlichkeiten als auch an Hunderttausende gewöhnliche Bürger, die nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes ihre Heimat verließen. Viele von ihnen suchten im Ausland die Möglichkeit, ein freies Leben zu führen.


NeverMore 68 erinnert Ende August in Prag an die Geschichten der Exilanten
Foto: Na Výstavišti

Ihre Abwesenheit habe nicht nur Familien und lokale Gemeinschaften geprägt, sondern auch nachhaltige Folgen für Kultur, Wissenschaft, Bildung und die gesamte tschechoslowakische Gesellschaft gehabt, erklären die Organisatoren.


Erinnerung an Besatzung und Verlust der Freiheit


NeverMore 68 ist ein Kultur- und Gesellschaftsfestival, das an die Besetzung der damaligen Tschechoslowakei erinnert und zugleich aktuelle Fragen rund um Freiheit, Demokratie und historische Erinnerung aufgreift. Das Konzept stammt von Barbora Šubrtová und wird gemeinsam mit der Programmabteilung des Prager Ausstellungsgeländes umgesetzt.


In den vergangenen fünf Jahren entwickelte sich NeverMore 68 nach Angaben der Veranstalter zur größten Gedenkveranstaltung zu den Ereignissen von 1968 in der Tschechischen Republik. Zugleich dient das Festival als Plattform für Kultur-, Bildungs- und Erinnerungsinstitutionen.


Video: NeverMore 68 na Výstavišti 2025 (CZ)

„Die fünfte Ausgabe von NeverMore 68 erinnert an Menschen, die nach 1968 aus unseren Straßen, Schulen, Theatern, Redaktionen und Laboren verschwanden“, sagt Tomáš Hübl, Vorstandsvorsitzender des Prager Ausstellungsgeländes.


Viele seien nicht freiwillig gegangen, sondern weil ihnen das kommunistische Regime keine andere Möglichkeit gelassen habe. Ihr Weggang habe Lücken hinterlassen, die nie vollständig geschlossen worden seien.


Das Festival solle deshalb nicht nur historische Schicksale sichtbar machen, sondern auch vor den Folgen warnen, die der Verlust von Freiheit, Bildung und demokratischen Werten für eine Gesellschaft haben könne.


NeverMore 68 erinnert Ende August in Prag an die Geschichten der Exilanten
Foto: Na Výstavišti

Debatten, Ausstellungen und Filmvorführungen


Das diesjährige Programm umfasst Gespräche mit Historikern, Publizisten und Zeitzeugen, thematische Ausstellungen sowie Dokumentar- und Filmvorführungen. Zudem ist eine Live-Sendung des Tschechischen Rundfunks Radiožurnál geplant.


Im Mittelpunkt stehen die Lebenswege von Menschen, die nach der Besetzung ins Exil gingen. Gleichzeitig soll thematisert werden, welche Folgen ihre Emigration für die Tschechoslowakei hatte.


Die Geschichten von Emigranten und Exilanten zeigten, was die tschechoslowakische Gesellschaft verloren habe. Darunter seien zahlreiche Persönlichkeiten gewesen, die sich geweigert hätten, ihr Leben und ihre Werte einem totalitären Regime unterzuordnen.


Der Eintritt zu der Veranstaltung am 21. August ist kostenlos. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Prager Ausstellungsgeländes (CZ) verfügbar. NeverMore 68 Freitag, 21. August, von 14.00 bis 23.30

Výstaviště Praha Holešovice

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