Durchschnittspreis der beliebten Mittagsmenüs in Tschechien steigt erstmals über 200 Kronen
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Vor allem in Prag, Brünn und Pilsen müssen Beschäftigte für das Mittagsmenü inzwischen deutlich tiefer in die Tasche greifen

Mittagessen in Restaurants und Kantinen wird in Tschechien zunehmend teurer. Besonders in Prag und anderen Großstädten liegen die Preise für Mittagsmenüs inzwischen deutlich über der 200-Kronen-Marke.
Mittagessen wird in Tschechien weiter teurer: Erstmals liegt der durchschnittliche Preis für ein Mittagsmenü landesweit über der Marke von 200 Kronen. Besonders in Prag, aber auch in mehreren anderen Großstädten, steigen die Kosten für das tägliche Essen in Restaurants und Kantinen kontinuierlich an.
Nach aktuellen Daten des Edenred Restaurant Index zahlen Arbeitnehmer in Tschechien derzeit durchschnittlich 200,70 Kronen für ein Mittagsmenü. Damit wurde erstmals die Grenze von 200 Kronen überschritten.
Am teuersten bleibt das Mittagessen weiterhin in Prag. Dort kostet ein Menü inzwischen durchschnittlich 226 Kronen. Auch in Brünn, Pilsen, České Budějovice und Liberec bewegen sich die Preise bereits zwischen rund 206 und 214 Kronen. Knapp unter der 200-Kronen-Marke liegen derzeit Pardubice mit 196,80 Kronen sowie Ostrava mit 198,80 Kronen pro Mittagsmenü.
Deutlich günstiger essen Beschäftigte dagegen weiterhin in Zlín und Olomouc. Dort kostet ein Mittagsmenü im Durchschnitt 177,80 beziehungsweise 179,30 Kronen.
Laut Edenred steigen die Preise in vielen Regionen derzeit konstant um etwa eine Krone pro Monat. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Mittagessen landesweit um 3,1 Prozent. Damit steigen die Kosten für das tägliche Essen schneller als die allgemeine Inflation, die laut Daten der Tschechischen Nationalbank zuletzt bei 1,9 Prozent lag.
Preis von Mittagsmenüs beeinflusst inzwischen sogar die Arbeitsplatzsuche
Nach Angaben von Edenred spielt der Preis für viele Beschäftigte inzwischen eine immer größere Rolle – nicht nur bei der Wahl des Restaurants, sondern sogar bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Rund 29 Prozent der Befragten gaben an, dass die Verfügbarkeit und die Preise von Mittagessen in der Umgebung des Arbeitsplatzes ein wichtiger Faktor bei der Jobwahl seien.
Auch das Bestellverhalten verändert sich: Lieferdienste bleiben zwar verbreitet, werden jedoch deutlich seltener genutzt als während der Corona-Pandemie. Laut der Studie „Barometr FOOD“ bestellen rund 46 Prozent der Menschen zumindest gelegentlich Essen per Lieferdienst. Nur 2,4 Prozent greifen jedoch sehr häufig darauf zurück. Die Mehrheit der Beschäftigten bringt weiterhin Essen von zu Hause mit oder nutzt Restaurants und Kantinen in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes.
Bei der Wahl des Mittagessens steht vor allem der Preis im Mittelpunkt. Viele Arbeitnehmer orientieren sich gezielt an vergünstigten Mittagsangeboten oder Sonderaktionen. Rund 47 Prozent der Beschäftigten, die regelmäßig in Restaurants essen, entscheiden sich vor allem anhand des aktuellen Mittagsmenüs für ein Lokal.








