Belastungsprüfung auf neuer Dvorecký-Brücke in Prag: Freigabe für den Verkehr im April geplant
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Die Auswertung der Messergebnisse soll in den kommenden Tagen erfolgen

Die Dvorecký-Brücke in Prag wurde erfolgreich einem Belastungstest unterzogen. Damit rückt die geplante Inbetriebnahme näher. Die Freigabe für den Verkehr ist für April vorgesehen.
Am Mittwoch hat auf der neuen Dvorecký-Brücke zwischen den Prager Stadtteilen Podolí und Zlíchov eine umfassende Belastungsprüfung stattgefunden. Der Test stellt einen der zentralen Schritte vor der geplanten Inbetriebnahme der Brücke für die Öffentlichkeit sowie den öffentlichen Nahverkehr dar, die für April dieses Jahres vorgesehen ist.
Die Belastungsprüfung wurde am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, ganztägig durchgeführt. Zunächst fuhren acht Fahrzeuge mit einem Einzelgewicht von jeweils 32 Tonnen in den mittleren Abschnitt der Brücke, anschließend weitere sechs Fahrzeuge in den Bereich näher bei Podolí. Während der Prüfung wurde an festgelegten Punkten der Konstruktion geodätisch die Durchbiegung gemessen. Zusätzlich wurden zahlreiche weitere Parameter überwacht, darunter Temperaturverläufe der Konstruktion, Dehnungen in ausgewählten Querschnitten, der Zustand der Kabelkanäle sowie die Kräfte in den Vorspannkabeln.

Auch aus Sicht der Planer ist die Prüfung von zentraler Bedeutung. Hauptprojektant Petr Souček erklärte, Ziel sei es, das reale Verhalten der Brücke mit den rechnerischen Modellen abzugleichen. Die gewonnenen Daten seien zudem wichtig für den künftigen Betreiber, um die Entwicklung der Konstruktion unter Belastung langfristig beurteilen zu können. Die Auswertung der Messergebnisse soll in den kommenden Tagen erfolgen.
Zu den größten Herausforderungen des Projekts zählten nach Angaben der Bauunternehmen die komplexe Form der Konstruktion. Auch die geologischen Bedingungen beim Brückenfundament sowie die Baustellenlogistik hätten hohe Anforderungen gestellt. Auf der Podolí-Seite sind die Arbeiten zur Anbindung an das Straßenbahnnetz bereits abgeschlossen. Ab dem 24. Januar verlagern sich die Bauarbeiten auf die Zlíchov-Seite, wo sie bis Anfang Februar andauern sollen. Über die neue Brücke werden künftig die Straßenbahnlinien 20 und 21 sowie mehrere Bus- und Nachtlinien geführt.
Witterungsbedingt sind derzeit die Arbeiten an den finalen Asphaltschichten der seitlichen Geh- und Radwege unterbrochen. Diese sollen im März 2026 fertiggestellt werden. Die Brücke selbst soll dennoch bereits im April für den Verkehr freigegeben werden.

Unterhalb der Brücke entsteht auf der Zlíchov-Seite zudem eine Lichtinstallation mit dem Titel Light Removes Darkness. Geplant ist eine außergewöhnliche Sammlung von Straßenlampen aus derzeit rund 80 Ländern. Die Fertigstellung dieses Lichtparks ist für September vorgesehen. In den kommenden Jahren soll das Brückenumfeld zu einem multifunktionalen Raum mit kulturellen und Freizeitangeboten weiterentwickelt werden.








