Škoda Auto legt weltweit zu und festigt Platz zwei in Europa
Deutschland bleibt mit Abstand der wichtigste Markt des tschechischen Autobauers – Elektroautos legen deutlich zu

Mit starken Zuwächsen in Deutschland und einer steigenden Nachfrage nach Elektroautos setzt Škoda seinen Wachstumskurs fort. Neue Modelle sollen dem tschechischen Autobauer zusätzlichen Schwung verleihen.
Škoda Auto hat in den ersten neun Monaten 2026 weltweit mehr Fahrzeuge ausgeliefert und seine Position als zweitmeistverkaufte Automarke Europas gefestigt. Zum Wachstum trugen vor allem Deutschland und die steigende Nachfrage nach Elektromodellen bei.
Von Januar bis September lieferte der tschechische Automobilhersteller weltweit 812.400 Fahrzeuge an Kunden aus. Das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Europa, das in der Auswertung die EU sowie vier weitere Länder umfasst, festigte Škoda nach Angaben des europäischen Herstellerverbands ACEA seinen zweiten Platz unter den meistverkauften Automarken.

Deutschland bleibt wichtigster Absatzmarkt
Mit 178.300 ausgelieferten Fahrzeugen und einem Zuwachs von 15,9 Prozent bleibt Deutschland der mit Abstand größte Markt für Škoda. Auch in weiteren wichtigen europäischen Ländern stiegen die Auslieferungen: In Großbritannien legten sie um 8,4 Prozent auf 71.700 Fahrzeuge zu, in Tschechien um 4,2 Prozent auf 70.500.
In Polen verzeichnete die Marke ein Plus von 10,4 Prozent auf 50.700 Fahrzeuge, in Frankreich waren es 39.800 Fahrzeuge und damit 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Außerhalb Europas war Indien mit 53.200 ausgelieferten Fahrzeugen der größte Markt, gefolgt von der Türkei mit 32.600.
Elroq und Enyaq unter Europas meistverkauften Elektroautos
Deutlich gewachsen ist die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen der Marke. Weltweit lieferte Škoda in den ersten drei Quartalen insgesamt 203.100 reine Elektroautos und Plug-in-Hybride aus – ein Anstieg um 34,7 Prozent.

In Europa entfielen nahezu drei von zehn ausgelieferten Škoda-Fahrzeugen auf Modelle mit Ladeanschluss. Ihr Anteil lag bei 29,8 Prozent. Die Auslieferungen reiner Elektroautos stiegen dort um 41,3 Prozent auf 167.400 Fahrzeuge.
Wesentlichen Anteil daran hatten die Baureihen Elroq und Enyaq. Sie belegten im europäischen Elektroauto-Ranking die Plätze drei und vier. Škoda war damit die fünftmeistverkaufte Elektroautomarke Europas.
Der Elroq führte die Elektroauto-Verkaufsranglisten in Dänemark, Deutschland und der Slowakei an. In Tschechien, den Niederlanden und der Schweiz erreichte er Platz zwei, in Polen und Österreich Platz drei. Weltweit wurden 92.200 Fahrzeuge des Modells ausgeliefert, ein Plus von 52,7 Prozent.
Der Enyaq kam weltweit auf 72.700 Auslieferungen und war in Tschechien das meistverkaufte Elektroauto. In Dänemark, Österreich, der Slowakei, Großbritannien und der Schweiz gehörte er jeweils zu den drei meistverkauften Elektromodellen.

Neue Elektromodelle erweitern das Angebot
Mit der Einführung der beiden vollelektrischen Modelle Epiq und Peaq hat Škoda sein Elektroautoangebot in diesem Jahr verdoppelt. Bis Mitte Oktober gingen nach Unternehmensangaben zusammen mehr als 82.000 Bestellungen für die beiden Modelle ein.
Der Epiq wird in Spanien produziert, das SUV Peaq im Škoda-Stammwerk in Mladá Boleslav. Insgesamt umfasst das Angebot der Marke inzwischen 14 Modellreihen – so viele wie noch nie.
Meistverkauftes Škoda-Modell bleibt der Octavia mit 138.000 ausgelieferten Fahrzeugen, allerdings mit einem Rückgang von 2,9 Prozent. Dahinter folgen der Kodiaq mit 107.800 Fahrzeugen und einem Plus von 11,9 Prozent sowie der Kamiq und der Elroq mit jeweils 92.200 Fahrzeugen. Der Fabia erreichte 88.100 Auslieferungen, ein Minus von 2,1 Prozent.










