Škoda Auto steigt im ersten Quartal 2026 zur zweitstärksten Automarke Europas auf
- Tschechien News

- vor 6 Tagen
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Rekordgewinn, starkes Wachstum bei Elektroautos und steigende Auslieferungen treiben den Erfolg des tschechischen Autobauers weiter voran

Škoda Auto setzt seinen Wachstumskurs auch im Jahr 2026 fort: Nach einem starken ersten Quartal ist der tschechische Autobauer erstmals zur zweitmeistverkauften Automarke Europas aufgestiegen. Besonders gefragt waren dabei die Elektro-Modelle Elroq und Enyaq.
Škoda Auto hat im ersten Quartal 2026 europaweit deutlich zugelegt und sich nach eigenen Angaben erstmals als zweitstärkste Automarke Europas etabliert. Insgesamt lieferte das Unternehmen weltweit 271.900 Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. In Europa (EU27+4) stiegen die Auslieferungen auf 222.500 Fahrzeuge und lagen damit 17,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach Daten des europäischen Herstellerverbands ACEA übertraf Škoda damit die Entwicklung des gesamten europäischen Automarktes deutlich.
Besonders erfolgreich verlief der März: Mit 90.915 ausgelieferten Fahrzeugen erreichte Škoda nach Unternehmensangaben den stärksten Einzelmonat der Firmengeschichte. Wichtigster Markt blieb Deutschland mit 58.500 ausgelieferten Fahrzeugen, was einem Plus von 26 Prozent entspricht. Auch in Großbritannien, Tschechien, Indien und Polen legten die Verkaufszahlen zu.

Deutlich gewachsen ist zudem die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen. Im ersten Quartal lieferte Škoda weltweit 63.200 elektrifizierte Modelle aus – ein Plus von 71,4 Prozent. Davon entfielen 51.800 Fahrzeuge auf die vollelektrischen Modelle Elroq und Enyaq. Besonders der neue Elroq entwickelte sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber: Das Modell war unter anderem das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland und belegte Spitzenplätze in mehreren europäischen Märkten.
Auch der Enyaq behauptete sich erfolgreich und war unter anderem das meistverkaufte Elektroauto in Tschechien und der Schweiz. Insgesamt zählt Škoda damit inzwischen zu den drei stärksten Elektroauto-Marken Europas. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge an den gesamten europäischen Auslieferungen stieg auf 27,3 Prozent.
Finanziell verzeichnete Škoda Auto das erfolgreichste erste Quartal der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz stieg auf 7,9 Milliarden Euro, das operative Ergebnis erhöhte sich um 20,9 Prozent auf 660 Millionen Euro. Der Netto-Cashflow legte um mehr als 64 Prozent auf 867 Millionen Euro zu.

„Wir sind zur zweitmeistverkauften Automarke Europas geworden – ein Meilenstein, auf den wir in diesem wettbewerbsintensiven Umfeld stolz sein können“, erklärte Škoda-Chef Klaus Zellmer. Grundlage des Erfolgs seien die moderne Modellpalette, die Zusammenarbeit innerhalb des Volkswagen-Konzerns sowie die hohe Nachfrage in Europa und auf internationalen Märkten.
Auch außerhalb Europas setzt Škoda seinen Wachstumskurs fort. In Indien stiegen die Auslieferungen im ersten Quartal auf 17.400 Fahrzeuge. Wachstum verzeichnete das Unternehmen zudem in Marokko und Ägypten. In Indien profitierte Škoda insbesondere von der hohen Nachfrage nach dem Modell Kylaq.
Parallel baut der Hersteller seine Elektromobilitätsstrategie weiter aus. Im Stammwerk Mladá Boleslav wurde zuletzt eine neue Halle für die Montage von Batteriesystemen eröffnet. Zudem kündigte Škoda für dieses Jahr zwei weitere vollelektrische Modelle an: das kompakte SUV Epiq sowie das siebensitzige Modell Peaq.








