Škoda Auto startet Produktion des neuen Peaq in Mladá Boleslav
- Tschechien News
- vor 19 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
Das größte Modell der Marke wird auf derselben Fertigungslinie wie Elroq, Enyaq und Octavia gebaut

Škoda Auto hat in seinem Stammwerk in Mladá Boleslav die Serienproduktion des neuen Elektro-SUV Peaq aufgenommen. Das größte Modell der Marke wird gemeinsam mit Elroq, Enyaq und Octavia auf einer flexiblen Fertigungslinie gebaut.
Škoda Auto hat in seinem Stammwerk in Mladá Boleslav die Serienproduktion des neuen Škoda Peaq aufgenommen. Das neue elektrische Flaggschiff der Marke wird auf derselben Fertigungslinie wie die vollelektrischen Modelle Elroq und Enyaq sowie der Octavia mit Verbrennungsmotor gebaut.
Die flexible Produktion soll eine hohe Effizienz gewährleisten und es dem Automobilhersteller ermöglichen, schnell auf Veränderungen bei der Kundennachfrage zu reagieren. Seit seiner Markteinführung im Juni stößt der Peaq nach Angaben des Unternehmens auf großes Interesse. Bis Ende Juli seien fast 8.500 Bestellungen eingegangen.
„Der neue Škoda Peaq stellt in Sachen Komfort, Geräumigkeit und Technologie die Spitze unserer Modellpalette dar“, erklärte Andreas Dick, Vorstand für Produktion und Logistik bei Škoda Auto.

Auch die Produktion erfülle höchste Anforderungen an Qualität, Effizienz und Flexibilität. Dass vier Modelle – davon drei vollelektrische Fahrzeuge – auf einer einzigen Fertigungslinie gebaut würden, zeige die Kompetenz und Vielseitigkeit des Teams in Mladá Boleslav.
Produktionsflexibilität in zwei Werken
Der Peaq ist das vierte Modell, das derzeit auf der Produktionslinie im Stammwerk von Škoda Auto gefertigt wird. Die ursprünglich für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor konzipierte Linie wurde in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert, damit dort auch vollelektrische Modelle produziert werden können.
Der Škoda Enyaq war im Jahr 2020 das erste Elektrofahrzeug, das auf dieser Linie in Produktion ging. Im Januar 2025 folgte der Škoda Elroq, nun kommt der Peaq hinzu.

Die drei vollelektrischen Modelle werden gemeinsam mit dem Octavia Combi mit Verbrennungsmotor gefertigt. Seit Mai dieses Jahres wird der Octavia Combi außerdem im Werk Kvasiny produziert, wo auch die Octavia Limousine vom Band läuft. Dadurch kann Škoda Auto den Produktionsmix zwischen den Werken Mladá Boleslav und Kvasiny flexibel an die jeweilige Marktnachfrage sowie an mögliche Störungen in den globalen Lieferketten anpassen.
Gleichzeitig wurden im Werk Mladá Boleslav zusätzliche Kapazitäten für Elektrofahrzeuge geschaffen. Diese machten im ersten Halbjahr 2026 fast 23 Prozent aller in den tschechischen Škoda-Werken produzierten Fahrzeuge aus.
Fertigungslinie für größtes Škoda-Modell angepasst
Der Peaq ist das größte Fahrzeug, das Škoda Auto seit seinem Beitritt zum Volkswagen-Konzern produziert. Die Integration des Modells in die bestehende Fertigungslinie erforderte daher umfangreiche technische Anpassungen. Unter anderem wurden neue und größere Fertigungsschienen installiert, um die Ergonomie und Sicherheit an den Arbeitsplätzen zu verbessern. Für den Einbau der dritten Sitzreihe wurde zudem ein neuer Manipulator eingeführt. Auch das Presswerk, der Karosseriebau und die Lackiererei wurden gezielt modernisiert. Dadurch soll während des gesamten Produktionsprozesses ein reibungsloser Materialfluss gewährleistet werden.

Der Škoda Peaq basiert wie der Enyaq und der Elroq auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten MEB+. Dadurch können bei der Produktion Synergien mit den beiden bereits in Mladá Boleslav gefertigten Elektromodellen genutzt werden.
Mit einer Länge von 4,87 Metern und einem Radstand von fast drei Metern ist der Peaq das größte und geräumigste SUV von Škoda. Zugleich ist er das erste Modell der Marke im Segment der großen SUVs.
Škoda erweitert Elektroangebot mit Peaq und Epiq
Neben dem Peaq hat der tschechische Automobilhersteller auch den Škoda Epiq vorgestellt. Der kompakte elektrische Crossover ist als Einstiegsmodell vorgesehen und wird im spanischen Pamplona produziert. Die Fertigung erfolgt im Rahmen des Projekts „Electric Urban Car Family“ der Brand Group Core des Volkswagen-Konzerns. Mit den beiden Modellen Peaq und Epiq erweitert Škoda sein Angebot an vollelektrischen Fahrzeugen deutlich.





