Zwei Brücken über den Prager Ring werden ersetzt – Ausbau der D0 auf sechs Fahrspuren vorbereitet
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Nächtliche Vollsperrungen im Juni geplant – Verkehr soll während der Bauarbeiten meist im Modus 2+2 weiterlaufen

Auf dem westlichen Abschnitt des Prager Rings haben umfangreiche Bauarbeiten begonnen. Zwei Brücken über die D0 werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt, um den geplanten Ausbau des Rings auf sechs Fahrspuren vorzubereiten.
Auf dem westlichen Abschnitt des Prager Rings haben am Montag umfangreiche Bauarbeiten begonnen. Die Straßen- und Autobahndirektion ŘSD lässt zwei Brücken über die D0 abreißen und durch Neubauten ersetzen. Die Maßnahme ist Voraussetzung für den geplanten Ausbau des Prager Rings zwischen Třebonice und Slivenec auf sechs Fahrspuren.
Betroffen sind die Überführungen der Straßen K Austisu und K Zadní Kopanině über die D0. Die bestehenden Brücken stammen aus den 1980er-Jahren und bieten nach Angaben der ŘSD nicht genügend Platz für die geplante Verbreiterung des Rings auf drei Fahrspuren pro Richtung.
„Wir bauen neue Überführungen, um das Gebiet für die eigentliche Erweiterung des Prager Rings vorzubereiten. Bereits 2027 wollen wir mit dem Ausbau auf 3+3 Fahrspuren beginnen. Das ist entscheidend für einen flüssigeren Verkehr auf dem westlichen Teil des Prager Rings, denn die heutige zweispurige Lösung reicht längst nicht mehr aus“, erklärte ŘSD-Generaldirektor Radek Mátl in einem Podcast.
Zunächst sollen vorbereitende Arbeiten sowie die Verlegung von Versorgungsleitungen außerhalb der Fahrbahn der D0 erfolgen. Mit dem Abriss der bestehenden Brücken rechnet die ŘSD innerhalb eines Monats. Die eigentliche Demontage ist für die Nacht vom 13. auf den 14. Juni geplant und soll unter einer vollständigen Sperrung der D0 stattfinden.
Nach Angaben des ausführenden Bauunternehmens Skanska wird die Vollsperrung jeweils maximal 16 Stunden dauern und ausschließlich an Wochenenden in der Nacht von Samstag auf Sonntag umgesetzt. Auch beim Einheben der neuen Träger sind ähnliche Einschränkungen vorgesehen.
Während der meisten Bauphasen soll der Verkehr auf dem Prager Ring weiterhin im Modus 2+2 aufrechterhalten werden. Einschränkungen sind dennoch auch auf umliegenden Straßen zu erwarten.
Die neue Brücke in der Straße K Austisu soll innerhalb von 150 Tagen fertiggestellt werden. Die Überführung K Zadní Kopanině benötigt aufgrund der komplexeren Bauweise rund 210 Tage. Dort entstehen künftig zwei getrennte Brücken – eine für den Straßenverkehr und eine zweite für einen Radweg sowie einen Biokorridor. Die Brücke K Austisu wird zudem verbreitert.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf knapp 207 Millionen Kronen ohne Mehrwertsteuer. Auftragnehmer ist die Baufirma Skanska.
Der betroffene Abschnitt der D0 gehört zu den ältesten Teilen des Prager Rings und ist seit 1983 in Betrieb. Nach aktuellen Verkehrszählungen nutzen täglich rund 75.500 Fahrzeuge die Strecke.





