Prager Zoo verzeichnet erstmals Nachwuchs bei drei seltenen Schlangenarten
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Erfolgreiche Nachzuchten von Rauschuppenpython, Madagaskar-Boa und Tatarischer Sandboa gelten als bedeutender Zuchterfolg

Der Prager Zoo hat erstmals drei seltene Schlangenarten erfolgreich nachgezüchtet. Besonders bemerkenswert ist die erfolgreiche Nachzucht der Rauschuppenpython aus Nordwestaustralien.
Der Prager Zoo hat erstmals Nachwuchs bei drei Schlangenarten verzeichnet, die dort bislang nicht erfolgreich nachgezüchtet werden konnten. Besonders bemerkenswert ist die erfolgreiche Zucht der seltenen Rauschuppenpython aus Nordwestaustralien. Zudem kamen erstmals Jungtiere der Madagaskar-Boa sowie der Tatarischen Sandboa zur Welt.
Bei den Rauschuppenpythons schlüpften zwei Jungtiere aus einem Gelege. Die beiden anderen Arten sind lebendgebärend: Ein Weibchen der auf Madagaskar heimischen Braunen Boa brachte zehn Jungschlangen zur Welt. Vier weitere Jungtiere stammen von einer Tatarischen Sandboa, einer seltenen, unterirdisch lebenden Schlangenart aus den Sanddünen Asiens.

„Es handelt sich um drei sehr unterschiedliche Schlangenarten aus drei völlig verschiedenen Regionen der Welt. Über alle Nachzuchten freuen wir uns sehr, auch wenn zwei davon für uns eine besondere Bedeutung haben“, erklärt Reptilienkurator Petr Velenský. Gemeint seien die Rauschuppenpythons und die Tatarischen Sandboas. Beide Nachzuchten stammen von Tieren ab, deren Elterntiere einst von Zollbehörden aus dem illegalen Wildtierhandel beschlagnahmt wurden – die Pythons in Wien, die Sandboas in Köln. „Dass sich die Nachkommen dieser beschlagnahmten Tiere nun erfolgreich vermehren, ist eine erfreuliche Fortsetzung einer ansonsten traurigen Geschichte“, so Velenský.

Besucher können die Rauschuppenpythons im Ausstellungsbereich Darwin-Krater entdecken. Die Braune Boa ist im Terrarium zu sehen, während die Tatarische Sandboa im oberen Bereich des Zoos in der Gobi-Ausstellung zu finden ist. Prager Zoo (Zoologická zahrada hl. m. Prahy)








