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Zahl der Privatinsolvenzen in Tschechien sinkt im Jahresvergleich um sieben Prozent

Gerichte erklärten im ersten Halbjahr 7.614 Privatpersonen für insolvent – deutliche Rückgänge in mehreren Regionen

Zahl der Privatinsolvenzen in Tschechien sinkt im Jahresvergleich um sieben Prozent
Foto: Towfiqu barbhuiya | Unsplash

Die Gerichte in Tschechien erklärten im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Privatpersonen für insolvent als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig ging auch die Zahl der neuen Insolvenzanträge zurück.


Die Zahl der Privatinsolvenzen in der Tschechischen Republik ist im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen. Zwischen Januar und Juni erklärten die Gerichte insgesamt 7.614 Privatpersonen für insolvent und damit sieben Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.


Gleichzeitig gingen bei den Gerichten in Tschechien 7.806 Anträge auf Privatinsolvenz ein. Dies entspricht einem Rückgang um acht Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Das geht aus einer Analyse des Unternehmens CRIF – Czech Credit Bureau hervor, die auf Daten des Portals informaceofirmach.cz basiert.


Nach Angaben von CRIF wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 555 Privatinsolvenzen weniger erklärt als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich fiel der Rückgang in den Regionen Olomouc und Pardubice aus, wo die Zahl der Fälle jeweils um rund ein Viertel sank.


„Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in den vergangenen zwölf Monaten zwar leicht gestiegen, die Entwicklung im ersten Halbjahr deutet jedoch auf eine positive Trendwende hin“, erklärte CRIF-Analystin Věra Kameníčková.


Auch der Rückgang der Insolvenzanträge um acht Prozent lasse darauf schließen, dass die Gesamtzahl der Privatinsolvenzen 2026 niedriger ausfallen könnte als im vergangenen Jahr. Obwohl die Konsumentenkredite der privaten Haushalte vergleichsweise stark zunähmen, habe sich die Zahlungsmoral der Bevölkerung verbessert.


Die meisten Privatinsolvenzen in Mährisch-Schlesien


Die höchste Zahl an Privatinsolvenzen wurde im ersten Halbjahr in der Region Mährisch-Schlesien registriert. Dort erklärten die Gerichte 1.268 Privatpersonen für insolvent. Es folgten die Region Ústí nad Labem mit 1.001 Fällen und Mittelböhmen mit 893 Privatinsolvenzen. Auf diese drei Regionen entfielen zusammen mehr als zwei Fünftel aller Privatinsolvenzen in der Tschechischen Republik.


Die niedrigsten Fallzahlen wurden in der Region Vysočina mit 261 Fällen, in der Region Zlín mit 268 Fällen und in der Region Pardubice mit 269 Fällen verzeichnet. Lediglich in drei Regionen stieg die Zahl der Privatinsolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den stärksten Zuwachs gab es in Mittelböhmen mit sechs Prozent. In der Region Karlovy Vary erhöhte sich die Zahl um fünf Prozent, in der Region Plzeň um zwei Prozent.


Rückgang der Privatinsolvenzen in Prag um 16 Prozent


Den stärksten Rückgang verzeichnete die Region Olomouc. Dort erklärten die Gerichte rund 25 Prozent weniger Privatinsolvenzen als zwischen Januar und Juni 2025. In der Region Pardubice sank die Zahl um 24 Prozent. In Prag wurden 16 Prozent weniger Privatinsolvenzen registriert, in der Region Hradec Králové betrug der Rückgang 13 Prozent.


Höchste Insolvenzquote in der Region Ústí


Im landesweiten Durchschnitt entfielen in den vergangenen zwölf Monaten 16 Privatinsolvenzen auf jeweils 10.000 Einwohner im Alter von über 15 Jahren. Die höchste Insolvenzquote weist langfristig die Region Ústí nad Labem auf. Dort kamen 47 Privatinsolvenzen auf 10.000 Einwohner. Es folgten Mittelböhmen mit 25 und die Region Karlovy Vary mit 24 Fällen je 10.000 Einwohner. Die niedrigste Quote wurde in der Region Plzeň verzeichnet. Dort entfielen sieben Privatinsolvenzen auf 10.000 Einwohner. In Prag und in der Region Vysočina waren es jeweils zehn Fälle. CRIF – Czech Credit Bureau

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