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VRT-Netz in Tschechien: Fokus auf internationale Achsen

Milliardeninvestitionen und neue Prioritäten sollen den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes vorantreiben

VRT-Netz in Tschechien: Fokus auf internationale Achsen
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

Tschechien treibt den Ausbau seines Hochgeschwindigkeitsnetzes weiter voran und konzentriert sich dabei auf zentrale Verbindungen ins Ausland. Neue Prioritäten sollen die Erfolgschancen bei der EU-Finanzierung erhöhen.


Die Vorbereitung des tschechischen Hochgeschwindigkeitsnetzes (VRT) geht in die nächste Phase. Das Verkehrsministerium hat der Regierung einen aktuellen Bericht zum Stand der Planungen vorgelegt und dabei zentrale Korridore sowie künftige Investitionsschwerpunkte definiert.


Im laufenden Jahr will Správa železnic rund 1,49 Milliarden Kronen in die Vorbereitung schneller Bahnverbindungen investieren. Davon stammen 0,96 Milliarden aus nationalen Mitteln, weitere 0,53 Milliarden aus EU-Fördergeldern. Insgesamt hat der Staat bereits mehr als vier Milliarden Kronen in vorbereitende Arbeiten investiert.


Verkehrsminister Ivan Bednárik bezeichnete den Aufbau eines neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes als eines der ambitioniertesten Infrastrukturprojekte in der Geschichte des Landes. Im Mittelpunkt der kommenden Jahre steht demnach der Ausbau der zentralen Achse von Ústí nad Labem über Prag und Brünn bis nach Ostrava, ergänzt durch internationale Verbindungen nach Deutschland, Polen, in die Slowakei und nach Österreich.


VRT-Netz in Tschechien: Fokus auf internationale Achsen
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

Fokus auf internationale Korridore


Besondere Priorität erhält die Verbindung Richtung Deutschland. Geplant ist eine neue Strecke von Prag über das Gebiet Podřipsko nach Ústí nad Labem und weiter durch einen Tunnel im Erzgebirge nach Deutschland. In Richtung Süden konzentrieren sich die Planungen auf die Strecke Prag–Brünn und deren Fortsetzung in Richtung Österreich und Slowakei – teils über Neubauten, teils über modernisierte Bestandsstrecken.


Eine dritte zentrale Achse bildet die sogenannte VRT „Moravská brána“, die von Brodek u Přerova nach Ostrava und weiter ins polnische Katowice führen soll.


EU-Finanzierung wird entscheidend


Ein zentraler Faktor für den weiteren Zeitplan bleibt die künftige Finanzierung durch die Europäische Union. Die Verhandlungen über den EU-Haushalt nach 2028 laufen derzeit. Künftig könnten Mitgliedstaaten stärker miteinander um Fördermittel konkurrieren, was den Druck erhöht, wirtschaftlich besonders tragfähige Projekte vorzubereiten.


Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines leistungsfähigen, zuverlässigen und international vernetzten Bahnnetzes. Dieses soll nicht nur Reisezeiten deutlich verkürzen, sondern auch Kapazitäten auf bestehenden Strecken für den Güterverkehr freimachen.

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