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Vít Rakušan: Vorgehen der Polizei nach Demonstration in Prag war professionell

Der tschechische Innenminister verurteilte die Eskalation der Proteste und den Angriff auf das Nationalmuseum

Foto: Eugen Kukla | Facebook


Das Vorgehen der Polizeikräfte am Samstag, nach der Anti-Regierungs-Demonstration auf dem Prager Wenzelsplatz war professionell, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Vít Rakušan (STAN). In der ersten Phase sei die Polizei defensiv vorgegangen, doch dann habe sie angemessen auf die Gewalt der Demonstranten reagieren müssen, sagte Rakušan in der Sendung "Otázky Václava Moravce" (Fragen von Václav Moravec) des tschechischen Fernsehens.


Die Anti-Regierungs-Demonstration am Samstag unter dem Motto "Tschechien gegen Armut" wurde von der Partei "Právo Respekt Odbornost (PRO)" (Recht Respekt Sachverstand) auf dem Wenzelsplatz im Zentrum Prags veranstaltet.

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung gegen 17:00 Uhr versuchten einige Teilnehmer, eine ukrainische Flagge von der Fassade des Nationalmuseums zu entfernen. Die Polizei forderte die Demonstranten auf, das Gebäude zu verlassen, woraufhin die Bereitschaftspolizei vor Ort eintraf und den Eingang zum Gebäude blockierte. Die Polizeibeamten nahmen 18 Personen wegen des Verdachts auf Ordnungswidrigkeiten fest, berichtet ČT24.


Einer der Teilnehmer wurde wegen des Verdachts auf Billigung, Leugnung und Verharmlosung von Völkermord festgenommen. Laut Fotos, die bei der Demonstration aufgenommen wurden, trug der Mann auf seinem Rucksack den Buchstaben Z, welcher als Zustimmung und Unterstützung der russischen Invasion der Ukraine gilt, und auf seinem Ärmel das Logo der russischen Söldnertruppe Wagner.

Foto: Adam Hříbal | Twitter


Der Innenminister sagte, er stelle die Angst und die Emotionen der Menschen, die demonstrierten, nicht infrage. Er verurteile jedoch die Eskalation der Proteste und den Angriff auf das tschechische Nationalmuseum im Zentrum von Prag. Sollte es tatsächlich zu einer Blockade von Regierungsgebäuden kommen, müsse sichergestellt werden, dass die Gebäude und Regierungseinrichtungen normal funktionieren können.


Der Organisator und Vorsitzende von PRO, Jindřich Rajchl, kündigte an, dass am 16. April eine weitere Demonstration am selben Ort stattfinden und die Aktion in eine Blockade von Regierungsgebäuden übergehen werde, falls die Regierung die Forderungen der Partei nicht akzeptiere oder zurücktrete.

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