Umfrage: Klare Mehrheit will Souveränität Tschechiens um jeden Preis verteidigen
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Im Vergleich zum Vorjahr ist das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Armee gestiegen

Eine aktuelle Umfrage des Centrum pro výzkum veřejného mínění (CVVM) zeigt: Die Unterstützung für die Verteidigung Tschechiens ist in der Bevölkerung weiterhin sehr hoch – zugleich bleiben Zweifel an der tatsächlichen Wehrfähigkeit des Landes bestehen.
Die Umfrage wurde in der zweiten Januarhälfte 2026 durchgeführt. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Verteidigung der staatlichen Souveränität, zur Fähigkeit des Landes, eigenständig über seine Sicherheit zu entscheiden, sowie zur Bewertung der nationalen Streitkräfte.
Breite Zustimmung zur Verteidigung der Souveränität
Mit deutlicher Mehrheit bekennen sich die Befragten zur Verteidigung des eigenen Staates: 92 Prozent vertreten die Ansicht, dass die Souveränität unter allen Umständen verteidigt werden müsse. Diese Haltung findet seit Jahren breite Unterstützung.
Gleichzeitig äußert jedoch mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) Zweifel daran, dass sich das Land im Ernstfall tatsächlich erfolgreich verteidigen könnte. Die Diskrepanz zwischen grundsätzlicher Entschlossenheit und praktischer Zuversicht bleibt damit bestehen.

Mehr Vertrauen in die Armee
Im Vergleich zum Vorjahr ist das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Armee gestiegen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) ist der Ansicht, dass die Streitkräfte auf einem vergleichbaren Niveau mit jenen westlicher Staaten stehen. 41 Prozent sehen das anders, zehn Prozent gaben an, die Frage nicht beurteilen zu können.
Zudem hat sich die Skepsis gegenüber Verteidigungsausgaben und der eigenständigen Entscheidungsfähigkeit des Landes verringert. Während 29 Prozent die Ausgaben für Verteidigung als unnötige Belastung des Staatshaushalts betrachten, lehnen 65 Prozent diese Sichtweise ausdrücklich ab.
Eigenständigkeit versus Einfluss der Großmächte
Auch bei der Frage nach dem Einfluss großer Staaten zeigt sich ein differenziertes Bild. 38 Prozent der Befragten halten Überlegungen zur nationalen Verteidigung für weniger bedeutend, da kleinere Staaten ihrer Meinung nach letztlich vom Handeln der Großmächte abhängig seien. Eine Mehrheit von 58 Prozent widerspricht jedoch dieser Einschätzung und ist überzeugt, dass die eigene Verteidigungspolitik durchaus von Bedeutung ist.








