Umbau des Bahnhofs Praha-Smíchov geht in die nächste Bauphase
- Tschechien News

- vor 15 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Neue Bahnsteige sollen im Oktober in Betrieb gehen – vorgezogene Streckensperrung führt vorübergehend zu Einschränkungen im Zugverkehr

Der umfassende Umbau des Bahnhofs Praha-Smíchov tritt in die nächste Bauphase ein. Zwei neue Bahnsteige sollen bereits im Oktober in Betrieb genommen werden.
Der umfassende Umbau des Bahnhofs Praha-Smíchov schreitet voran. Zwei neue Bahnsteige, die im Oktober in Betrieb genommen werden sollen, verfügen bereits über eine vollständige Überdachung. Derzeit werden dort Unterstände und Warteräume installiert sowie Pflasterarbeiten ausgeführt.
Gleichzeitig montieren die Bauarbeiter Rolltreppen für die neue Fußgängerbrücke. Diese soll Smíchov und Radlice miteinander verbinden und einen direkten Zugang zu den Zügen ermöglichen. Zwischen den beiden Bahnsteigen werden bereits die Gleise verlegt.
Parallel dazu entstehen vorzeitig einzelne Teile des künftigen Busterminals, für dessen Bau die Stadt Prag verantwortlich ist. Dieses Vorgehen wurde zwischen der tschechischen Eisenbahnverwaltung Správa železnic und der Stadt vereinbart. Dadurch sollen die späteren Arbeiten am gesamten Terminal den Zugverkehr so wenig wie möglich beeinträchtigen.

Gleissperrung zwischen Smíchov und Radotín startet früher als geplant
Das Bauprojekt tritt nun in seine nächste Phase ein. Dafür beginnt die bereits geplante Sperrung eines Gleises zwischen Smíchov und Radotín eine Woche früher als ursprünglich vorgesehen. Statt am 19. August beginnt die Sperrung bereits am 12. August.
Aufgrund der geringeren Streckenkapazität werden die morgendlichen Züge zwischen dem Prager Hauptbahnhof und Radotín sowie die nachmittäglichen Verbindungen in der Gegenrichtung umgeleitet. Sie halten deshalb nicht in Velká Chuchle und Smíchov. Weitere Verbindungen lassen den Halt in Velká Chuchle aus. Zudem entfallen einige morgendliche Züge zwischen Radotín und Smíchov.
Von den Ausfällen sind an Werktagen lediglich drei morgendliche Verbindungen betroffen, sodass keine größeren Auswirkungen erwartet werden. An den Bahnhöfen sollen Koordinatoren den Fahrgästen bei der Orientierung helfen. Ab Mittwoch kommender Woche ändert sich der Umfang der Einschränkungen erneut. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Verbindungen sind in den Apps und auf den Webseiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen sowie bei ROPID verfügbar.

Grund für den früheren Beginn der Sperrung ist ein Abwasserkanal im Baustellenbereich. Dieser verläuft anders als in den ursprünglichen Unterlagen angegeben. Sein technischer Zustand machte zusätzliche Bau- und Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Durch die vorgezogene Sperrung sollen deutlich längere Einschränkungen im Herbst vermieden und der Zeitplan des Projekts eingehalten werden.
Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2028 vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt soll bereits die Sanierung des Bahnhofsgebäudes laufen, die für die Jahre 2028 bis 2030 geplant ist.








