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Prag nimmt Sanierung der Kasárna Karlín in Angriff

Die historischen Kasernen sollen für rund 1,93 Milliarden Kronen zu einem offenen Stadtquartier mit Kultur-, Wohn-, Büro- und Gewerbeflächen umgebaut werden

Prag nimmt Sanierung der Kasárna Karlín in Angriff
Foto: Kasárna Karlín | Facebook

Der Prager Stadtrat hat den Beginn der Projektvorbereitung für die Sanierung der historischen Kasárna Karlín beschlossen. Die Gesamtkosten werden auf rund 1,93 Milliarden Kronen geschätzt.


Die Kasárna Karlín zählen zu den strategisch wichtigen Immobilien der tschechischen Hauptstadt. Das Areal bietet nach Angaben der Stadt großes Potenzial für die Entwicklung öffentlicher Dienstleistungen sowie für Kultur und gesellschaftliches Leben. Prag übernahm das Gelände im Jahr 2023 und bereitet seitdem dessen langfristige Erneuerung vor.


„Heute ist die Kasárna Karlín ein isolierter und geschlossener Gebäudekomplex. Der Sanierungsentwurf verbindet das Gebäude mit seiner Umgebung, sodass das gesamte Haus einschließlich seiner Straßenfront zu einem lebendigen lokalen Zentrum wird. Gleichzeitig bleiben die denkmalgeschützten Elemente und der Charakter des Objekts erhalten“, erklärte der für Stadt- und Strategieentwicklung zuständige stellvertretende Prager Oberbürgermeister Petr Hlaváček.


In der ersten Phase soll das Hauptgebäude des Areals saniert werden. Das Betriebsgebäude im Innenhof, das derzeit vom Kulturzentrum Kasárna Karlín genutzt wird, soll in späteren Etappen separat behandelt werden.


Geplant sind unter anderem neue Durchgänge von der Straße in den bislang nur über einen Eingang zugänglichen Innenhof. Im Erdgeschoss sollen Flächen für Geschäfte und Dienstleistungen entstehen. Unter dem Dach könnte Wohnraum für Studierende eingerichtet werden, während in den übrigen Stockwerken Ateliers und Büros für unterschiedliche Nutzungen vorgesehen sind. Nach Angaben der Stadt wäre dort beispielsweise auch ein Technologiepark denkbar.


Die städtische Gesellschaft Trade Centre Praha wird sowohl die Projektvorbereitung als auch die spätere Sanierung koordinieren. Zudem soll sie die transparente Auswahl der Planer und eine effiziente Steuerung des gesamten Prozesses gewährleisten.


Die Projektplanung soll von 2027 bis 2029 erfolgen. Für die gesamte Investition sind im Prager Haushalt zwischen 2027 und 2032 rund 1,93 Milliarden Kronen vorgesehen.


Mit der Sanierung möchte die Stadt die architektonischen Werte des historischen Areals bewahren und zugleich moderne, funktionale Räumlichkeiten für eine öffentliche Nutzung schaffen.

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