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Tradition und Kultur: Das NAVALIS-Johannesfest in Prag

Das NAVALIS-Johannesfest findet am 15. Mai in Prag statt und erinnert an den Heiligen Johannes von Nepomuk

Foto: Svatojánské slavnosti NAVALIS


Das NAVALIS-Johannesfest findet am 15. Mai in Prag statt und erinnert an den Heiligen Johannes von Nepomuk, dem bekanntesten tschechischen Heiligen und Schutzpatron aller Menschen auf dem Wasser. Ursprünglich in Prag gefeiert, lockt das Fest jedes Jahr Besucher aus aller Welt an, um an den vielfältigen Veranstaltungen teilzunehmen und die einzigartige Atmosphäre zu genießen.


Die Feierlichkeiten beginnen am Vorabend des heiligen Johannes von Nepomuk mit einer feierlichen Messe und einer beeindruckenden Prozession von der Prager Burg über die Kleinseite bis zur Karlsbrücke. Die malerische Kulisse der Karlsbrücke dient als Hintergrund für das barocke Wasserkonzert, das die Zuschauer mit seiner Schönheit und musikalischen Darbietung verzaubert.


Jedes Jahr finden zahlreiche Sonderveranstaltungen statt, wie zum Beispiel ein Folklorefestival, eine Regatta mit historischen Booten und Drachenbooten, Märkte, Vorträge und Ausstellungen. Regelmäßig nehmen venezianische Gondoliere an der Veranstaltung teil und begeistern die Besucher mit ihren bezaubernden Gesängen.


Johannes von Nepomuk, der Schutzpatron Böhmens, wird von den katholischen Gläubigen als Beschützer vor Überschwemmungen und Ertrinken verehrt.

Foto: Svatojánské slavnosti NAVALIS


Der Legende nach ließ ihn König Wenzel IV. foltern, töten und in die Moldau werfen. Wie kam es dazu? Der Monarch hatte seine Frau Sophie von Bayern, mit der er – wie mit fast allen Menschen – in Unfrieden lebte, im Verdacht, gegen ihn zu konspirieren. Er vermutete, dass sie ihren Beichtvater Johannes von Nepomuk in ihre Geheimnisse eingeweiht hatte – vielleicht war dieser sogar selbst an der Verschwörung beteiligt.


Statuen von Johannes von Nepomuk, wie die 1683 auf der Nordseite der Karlsbrücke in Prag aufgestellte, wurden lange vor seiner Heiligsprechung errichtet.


Bereits unmittelbar nach seinem Tod wurde Johannes von Nepomuk als Märtyrer angesehen und war bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Böhmen als Patron der Beichtgeheimnisse sehr beliebt. 1721 wurde Johannes von Nepomuk seliggesprochen und 1729 heiliggesprochen.

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