Erste RegioJet PESA-Einheit für die Linie R9 von Prag nach Brünn über Vysočina trifft auf Teststrecke ein
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Die neue Zugflotte soll ab Dezember dieses Jahres erstmals mit Fahrgästen verkehren

Die erste neue elektrische Einheit für die RegioJet Schnellzuglinie R9 von Prag über Havlíčkův Brod nach Brünn beziehungsweise Jihlava ist auf dem Eisenbahn-Testgelände in Velim eingetroffen. Der Zug des polnischen Herstellers PESA wird dort derzeit umfangreichen technischen Prüfungen unterzogen.
Auf dem Eisenbahn-Testgelände in Velim ist die erste vierteilige elektrische Einheit der Baureihe 666 des polnischen Herstellers PESA Bydgoszcz eingetroffen. Der Zug ist für die Schnellzuglinie R9 zwischen Prag, Havlíčkův Brod sowie Brünn beziehungsweise Jihlava vorgesehen. Auf dem Testgelände absolviert die Einheit nun eine Reihe technischer Prüfungen, die für die Zulassung zum regulären Betrieb erforderlich sind. Der Einsatz mit Fahrgästen ist für Dezember dieses Jahres geplant.
Insgesamt wird RegioJet 18 dieser elektrischen Triebzüge übernehmen – darunter elf vierteilige und sieben dreiteilige Einheiten. Die Züge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde ausgelegt und sollen für den Betrieb in der Tschechischen Republik, in Polen und in der Slowakei zugelassen werden. Zur Ausstattung gehören sowohl das europäische Zugsicherungssystem ETCS als auch die nationalen Sicherungssysteme aller drei Länder.

Komfort und moderne Ausstattung
Die neuen Züge werden vollständig Niederflur und als Großraumzüge konzipiert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einem hohen Komfort für die Fahrgäste. Vorgesehen sind drei Tarifklassen – Business (1. Klasse), Standard und Economy (2. Klasse).
In der Business-Klasse werden die Sitze in einer 2+1-Anordnung mit größerem Abstand zwischen den Sitzreihen angeordnet. In der Standard-Klasse ist eine 2+2-Bestuhlung vorgesehen, wobei ausgewählte Plätze zusätzlich mit Bildschirmen ausgestattet sein werden. Beide Sitztypen erhalten Lederbezüge.

Zur Ausstattung gehören außerdem Plätze für zwei Rollstuhlfahrer, Stellplätze für bis zu zehn Fahrräder, Raum für bis zu sechs Kinderwagen sowie 16 Sitzplätze für Familien mit Kindern. Darüber hinaus verfügen die Züge über eine Bordküche mit Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeemaschine. Klimaanlage, WLAN, Steckdosen und USB-Anschlüsse, drahtloses Laden für Mobiltelefone, ein modernes Informationssystem sowie Vakuumtoiletten sind ebenfalls vorgesehen.
„Jihlava erhält nach sechs Jahren wieder eine direkte Verbindung mit der tschechischen Hauptstadt im Zwei-Stunden-Takt. Die Fahrgäste können sich auf deutlich mehr Komfort und einen hochwertigen Service freuen, einschließlich frisch gemahlenem Kaffee und weiteren Erfrischungen“, erklärte RegioJet Eigentümer, Radim Jančura.

Ab Dezember 2026 soll RegioJet auf der Linie R9 einen stündlichen Takt zwischen Prag und Havlíčkův Brod anbieten. Die Züge werden dabei über Kutná Hora und Čáslav verkehren. Von Havlíčkův Brod aus sollen die Verbindungen entweder weiter nach Brünn oder nach Jihlava führen.








