Starker Jahresauftakt: Tschechiens Autoindustrie mit Produktionsrekord im ersten Quartal 2026
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Über 400.000 Fahrzeuge gefertigt – Elektromobilität gewinnt weiter an Bedeutung

Die Automobilindustrie in Tschechien ist mit einem deutlichen Plus ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal erreichte die Produktion ein neues Rekordniveau, getragen vor allem von der starken Nachfrage nach Pkw und elektrifizierten Antrieben.
Zwischen Januar und März wurden in den heimischen Werken insgesamt 403.315 Straßenfahrzeuge produziert – ein Anstieg um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Den größten Anteil stellten dabei Pkw mit 396.880 Einheiten, gefolgt von 1.442 Bussen, 408 Lkw, 385 Motorrädern sowie 4.200 Anhängern und Aufliegern. Bereits 40 Prozent der produzierten Fahrzeuge verfügten über einen elektrifizierten Antrieb – darunter 65.809 reine Elektroautos, 13.453 Plug-in-Hybride und 83.542 Hybridfahrzeuge.
„Trotz wachsender geopolitischer Unsicherheiten und eines verhaltenen Jahresauftakts auf den europäischen Märkten bleibt die tschechische Automobilindustrie leistungsstark und stabil“, sagte Martin Jahn, Präsident des Branchenverbands. Gleichzeitig verwies er auf steigende Kosten infolge globaler Entwicklungen, insbesondere bei Energie, Rohstoffen und Logistik.

Pkw-Produktion wächst – Export dominiert
Die Produktion von Pkw legte im ersten Quartal um 8,3 Prozent zu. Insgesamt wurden 396.880 Fahrzeuge gefertigt – so viele wie noch nie in einem ersten Quartal. Der Anteil elektrifizierter Modelle lag bei 41 Prozent.
Der Export bleibt weiterhin der zentrale Absatzkanal: Über 93 Prozent der produzierten Fahrzeuge (369.197 Einheiten) gingen ins Ausland, was einem Anstieg von 8,5 Prozent entspricht. Auf dem heimischen Markt wurden 27.683 Fahrzeuge abgesetzt, ein Plus von 5,8 Prozent.
Größter Hersteller bleibt Škoda Auto mit 267.544 produzierten Fahrzeugen (+13,1 %). Davon wurden 244.047 exportiert, während 23.497 auf dem Inlandsmarkt verblieben. Besonders hoch ist der Anteil von Fahrzeugen mit externem Ladeanschluss: 67.536 Einheiten entfielen auf batterieelektrische und Plug-in-Hybrid-Modelle. Zu den meistproduzierten Modellen im März gehörten Octavia, Elroq und Kamiq.

Die Toyota Motor Manufacturing Czech Republic steigerte ihre Produktion auf 62.336 Fahrzeuge (+6,7 %). Sämtliche Fahrzeuge waren Hybridmodelle, von denen über 99 Prozent exportiert wurden.
Im Werk von Hyundai Motor Manufacturing Czech ging die Produktion hingegen um 6,3 Prozent auf 67.000 Fahrzeuge zurück. Rund 63.298 Fahrzeuge wurden exportiert, während 3.702 im Inland verkauft wurden. Knapp die Hälfte der Produktion entfiel auf elektrifizierte Antriebe.
Busse und Nutzfahrzeuge mit Zuwächsen
Auch die Busproduktion entwickelte sich positiv: Insgesamt wurden 1.442 Busse gefertigt (+9,2 %), davon 150 für den Inlandsmarkt und der Großteil für den Export. Bei den Herstellern sticht insbesondere SOR Libchavy hervor, das seine Produktion deutlich ausweiten konnte. Iveco Czech Republic blieb mit 1.268 produzierten Fahrzeugen der größte Anbieter.
Im Lkw-Segment konnte Tatra Trucks die Produktion um 47,3 Prozent auf 408 Fahrzeuge steigern. Ein Großteil der Fahrzeuge wurde exportiert.
Insgesamt unterstreichen die Zahlen die robuste Entwicklung des tschechischen Automobilsektors, der sich trotz globaler Unsicherheiten weiterhin als tragende Säule der Industrie erweist.








