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Rückläufige Neuaufträge belasten tschechische Industrie im Juni

Die Beschäftigtenzahl in der Industrie verringerte sich im Juni 2023 im Jahresvergleich um 1,9 %

Foto: Christopher Burns | Unsplash


Die neuesten Daten des tschechischen statistischen Amtes (Český statistický úřad | ČSÚ) zeigen eine uneinheitliche Entwicklung in der Industrieproduktion des Landes im Juni 2023. Im Vergleich zum Vormonat konnte ein Anstieg von 0,9 % verzeichnet werden, während das Wachstum im Jahresvergleich ebenfalls bei 0,9 % lag. Experten deuten jedoch auf einen allmählichen Rückgang der Wachstumsrate hin.


Radek Matějka, Leiter der Abteilung für Land- und Forstwirtschaft, Industrie, Bau und Energie des statistischen Amtes, erklärte, dass trotz eines Anstiegs in der Produktion von Kraftfahrzeugen und deren Teilen im Juni, dieser Trend nicht ausreichte, um die rückläufigen Branchen wie den Kohlebergbau, die Metallurgie und die Gießerei auszugleichen. Die meisten Industriezweige verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Produktionsrückgang. Besonders stark betroffen waren Bereiche wie Bergbau und Steinbrüche, Strom- und Gasproduktion (hauptsächlich Braunkohlekraftwerke) sowie Druck und Vervielfältigung von bespielten Datenträgern.


Auch die Neuaufträge zeigten eine gegensätzliche Dynamik, da ihr Wert im Jahresvergleich um 5,8 % sank. Auftragseingänge aus dem Ausland gingen um 7,6 % zurück, während inländische Aufträge um 1,9 % abnahmen. Die Gründe hierfür wurden von IvetaDanišová, Expertin für Industriestatistik, auf den Auftragsrückgang bei Grundmetallen, Metallverarbeitung und chemischer Industrie zurückgeführt.


Die Beschäftigtenzahl in der Industrie verringerte sich im Juni 2023 im Jahresvergleich um 1,9 %. Dennoch verzeichnete der durchschnittliche Bruttomonatsnominallohn einen beachtlichen Anstieg von 9,1 % im Vergleich zum Vorjahr.


Europaweit sah die Lage ähnlich aus, wie von Eurostat berichtet wurde. Die Industrieproduktion in der EU ging im Mai 2023 im Jahresvergleich um 1,8 % zurück. Einige Länder, darunter Irland und Estland, verzeichneten dabei erhebliche Rückgänge von 16,2 % bzw. 12,8 %. Andererseits verzeichnete die maltesische Industrie ein Wachstum von 12,2 %. Die tschechische Industrie wuchs um moderate 1,4 %, während die deutsche Industrie einen Zuwachs von 0,9 % verzeichnete.

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