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Prager Invalidovna vor umfassender Sanierung – Wiedereröffnung für 2030 geplant

Nationales Denkmalinstitut wählt Bauunternehmen für die Sanierung eines der bedeutendsten Bauwerke der Barockarchitektur in Tschechien aus

Prager Invalidovna vor umfassender Sanierung – Wiedereröffnung für 2030 geplant
Visualisierung: Invalidovna | Národní památkový ústav

Die Prager Invalidovna steht vor ihrer umfassendsten Sanierung seit ihrer Errichtung im 18. Jahrhundert. Mit Investitionskosten von 2,15 Milliarden Kronen entsteht bis 2030 ein modernes Kultur- und Besucherzentrum in einem der bedeutendsten Barockdenkmäler Tschechiens.


Das Nationale Denkmalinstitut (NPÚ) hat den Auftrag für die umfassende Sanierung des nationalen Kulturdenkmals Invalidovna in Prag vergeben. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium der Unternehmen Metrostav, Avers sowie Chládek a Tintěra. Gleichzeitig beantragte das NPÚ beim Kulturministerium die Freigabe der benötigten Finanzmittel. Nach deren Bewilligung soll der Vertrag mit dem Baukonsortium unterzeichnet werden.


Mit einem geplanten Budget von rund 2,15 Milliarden Kronen inklusive Mehrwertsteuer ist die Restaurierung die größte Investition in der Geschichte des Nationalen Denkmalinstituts. Die vollständig sanierte und neu ausgestattete Anlage soll einschließlich ihrer Dauerausstellungen zum Jahreswechsel 2029/2030 für die Öffentlichkeit eröffnet werden.


Prager Invalidovna vor umfassender Sanierung – Wiedereröffnung für 2030 geplant
Foto: Invalidovna | Národní památkový ústav

„Die Auswahl des Bauunternehmens ist ein wichtiger Schritt zur Sanierung der Prager Invalidovna. Nach Jahren der Vorbereitung tritt das Projekt nun in die Umsetzungsphase ein. Unser Ziel ist es, eines der bedeutendsten Barockdenkmäler Tschechiens behutsam zu restaurieren und als lebendigen Ort für Kultur, Bildung und Begegnung neu zu eröffnen“, erklärte NPÚ-Generaldirektorin Naďa Goryczková.


Kulturzentrum mit Ausstellungen, Konzertsaal und Café


Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die historische Anlage vielfältig genutzt werden. Geplant sind zwei Dauerausstellungen, eine Galerie für Wechselausstellungen, ein multifunktionaler Veranstaltungssaal mit Platz für bis zu 170 Besucher, Besucherzentren sowie ein Café.


Prager Invalidovna vor umfassender Sanierung – Wiedereröffnung für 2030 geplant
Foto: Invalidovna | Národní památkový ústav

Darüber hinaus entstehen Facharbeitsplätze des Nationalen Denkmalinstituts und ein technologisches Labor. Ein Neubau wird dem Prager Philharmonischen Chor moderne Probenräume und weitere Einrichtungen für einen professionellen Chorbetrieb bieten.


Rund 80 Prozent der historischen Gebäudefläche werden künftig öffentlich zugänglich sein. Auch der Innenhof und die Gartenanlagen sollen während der Öffnungszeiten frei zugänglich sein und als Teil der umliegenden Parkanlagen genutzt werden können.


Prager Invalidovna vor umfassender Sanierung – Wiedereröffnung für 2030 geplant
Foto: Invalidovna | Národní památkový ústav

Bedeutendes Barockdenkmal mit bewegter Geschichte


Die Prager Invalidovna zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Barockarchitektur in Tschechien und steht seit 2017 als nationales Kulturdenkmal unter besonderem Schutz. Sie wurde nach den Plänen des Barockarchitekten Kilián Ignác Dientzenhofer als Unterkunft für Kriegsinvaliden errichtet. Der Grundstein wurde 1732 in Anwesenheit von Kaiser Karl VI. gelegt.


Ursprünglich war die Anlage für bis zu 4.000 Kriegsversehrte und ihre Familien vorgesehen. Realisiert wurde jedoch lediglich rund ein Neuntel des ursprünglichen Bauvorhabens. Seit 2018 befindet sich die Invalidovna in der Verwaltung des Nationalen Denkmalinstituts, das seither die umfassende Sanierung der Anlage vorbereitet. Národní památkový ústav

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