Prager Eisenbahnbrücke bei Výtoň wird provisorisch verstärkt
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Die Bahnverwaltung bringt Kohlefaserlamellen an der Stahlkonstruktion an – der Zugverkehr bleibt im bisherigen Umfang bestehen

Mit Kohlefaserlamellen sollen ausgewählte Bereiche der Eisenbahnbrücke bei Výtoň vorübergehend stabilisiert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich sechs Wochen und haben keine Auswirkungen auf den Zugverkehr.
Die tschechische Bahnverwaltung beginnt in der kommenden Woche mit der provisorischen Verstärkung einzelner Bereiche der Eisenbahnbrücke bei Výtoň. Damit soll der eingeschränkte Zugverkehr über die Moldau mindestens bis 2028 aufrechterhalten werden.
An ausgewählten Stellen der Brücke werden zunächst Teile der Stahlkonstruktion gereinigt und anschließend mit aufgeklebten Kohlefaserlamellen verstärkt. Nach Angaben der Bahnverwaltung ist diese Stabilisierung die effizienteste Möglichkeit, den Betrieb im derzeitigen Umfang weiterhin zu gewährleisten.
Für die Arbeiten wird ein an der Brücke befestigtes Gerüst errichtet. Die Installation beginnt bereits in dieser Woche. Die eigentlichen Verstärkungsarbeiten sollen rund sechs Wochen dauern und keine zusätzlichen Einschränkungen für den Bahnverkehr mit sich bringen. Lediglich auf den Fußgängerstegen kann es zeitweise zu kleineren Behinderungen kommen.
Die Arbeiten erfolgen unter der Aufsicht von Fachleuten der Fakultät für Bauwesen der Tschechischen Technischen Universität in Prag (ČVUT). Nach Angaben der Bahnverwaltung wurde das Vorhaben im Vorfeld mit allen zuständigen Stellen einschließlich der Denkmalschützer abgestimmt.

Wegen des schlechten baulichen Zustands darf derzeit jeweils nur ein Zug die Brücke befahren. Zudem gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Eine Entscheidung über die endgültige Lösung für die Moldauquerung will die Bahnverwaltung noch in diesem Jahr treffen.
Die Eisenbahnbrücke bei Výtoň wird seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts für den Zugverkehr genutzt. Sie liegt an einer stark befahrenen Strecke, über die sowohl Vorortzüge zwischen Prag und Beroun als auch Fernzüge nach Pilsen und Bayern verkehren.
Die Výton-Eisenbahnbrücke wurde in ihrer ursprünglichen Form am 15. August 1872 in Betrieb genommen. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde sie durch eine neue Brücke ersetzt, die bis heute die Moldau überspannt. Die jetzige Brücke besteht aus drei Fachwerkträgern mit einer Spannweite von 69,9 Metern, ist 8,1 Meter breit und 298,4 Meter lang.









