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Prag will kostenloses Bikesharing-Angebot in der PID-Lítačka-App weiter ausbauen

Ab 2027 sollen Nutzer bis zu vier kostenlose 15-Minuten-Fahrten pro Tag erhalten – Stadt plant neuen Vertrag für bis zu drei Anbieter

Prag will kostenloses Bikesharing-Angebot in der PID-Lítačka-App weiter ausbauen
Foto: Městem na kole

Prag will das Bikesharing-Angebot im Rahmen der Verkehrs-App PID Lítačka auch in den kommenden Jahren fortführen und zugleich ausbauen. Der Stadtrat hat dafür die Ausschreibung einer neuen öffentlichen Vergabe mit einem geschätzten Volumen von 50 Millionen Kronen beschlossen.


Die neue Ausschreibung „Bikesharing v PID Lítačka 2026“ soll an das seit 2022 bestehende System anknüpfen. Inhaber eines langfristigen Abonnements für den Prager öffentlichen Nahverkehr können darüber derzeit zweimal täglich ein Leihfahrrad für jeweils 15 Minuten kostenlos nutzen.


Mit einer neuen Version der PID-Lítačka-App soll das Angebot künftig ausgeweitet werden. Ab 2027 sollen bis zu vier kostenlose Fahrten pro Tag möglich sein, allerdings höchstens zehn Fahrten pro Woche.


Nach Angaben der Stadt hat sich das Angebot in den vergangenen Jahren etabliert. Seit seiner Einführung wurden mehr als 3,6 Millionen Fahrten registriert und rund 100.000 zusätzliche Nutzer gewonnen.


„Leihräder sind zu einem festen Bestandteil des Prager Verkehrs und zu einer hervorragenden Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs geworden“, erklärte der für Verkehr zuständige stellvertretende Prager Oberbürgermeister Jaromír Beránek. Mit der neuen Ausschreibung wolle die Stadt das Angebot nicht nur erhalten, sondern weiterentwickeln.


Prag will kostenloses Bikesharing-Angebot in der PID-Lítačka-App weiter ausbauen
Foto: PID Lítačka

Bis zu drei Bikesharing-Anbieter vorgesehen


Die Stadt plant, Verträge mit bis zu drei Anbietern abzuschließen. Voraussetzung ist, dass sie die Bedingungen der Ausschreibung erfüllen und ihre angebotenen Preise innerhalb der festgelegten Grenzen liegen. Als einziges Kriterium ist der niedrigste Preis für eine 15-minütige Fahrt vorgesehen.


Auch der zweit- und drittplatzierte Anbieter kann einen Vertrag erhalten, sofern sein Preis das günstigste Angebot um nicht mehr als 25 Prozent übersteigt. Damit will die Stadt auch nach Abschluss der Verträge einen gewissen Wettbewerb zwischen den Bikesharing-Unternehmen erhalten und gleichzeitig eine möglichst breite Verfügbarkeit der Fahrräder gewährleisten. Die Nutzung bleibt an ein längerfristiges PID-Lítačka-Abonnement gekoppelt. Voraussetzung ist mindestens ein Monatsticket.



Neue Regeln für Fahrräder im öffentlichen Raum


Teilnahmeberechtigte Anbieter müssen künftig eine sogenannte Open-House-Vereinbarung mit der Technischen Straßenverwaltung Prags (TSK) abschließen. Damit soll der Betrieb der Leihräder stärker mit den Regeln für die Nutzung des öffentlichen Raums abgestimmt werden. Hintergrund sind unter anderem neue städtische Vorgaben für die Nutzung öffentlicher Flächen. Die Stadt will damit insbesondere das Abstellen und den Betrieb der Leihräder klarer regeln.


Der neue Auftrag soll eine Laufzeit von rund zwei Jahren haben. Sein geschätzter Wert liegt bei 50 Millionen Kronen ohne Mehrwertsteuer. Das Projekt ist Teil der Prager Strategie für nachhaltige und aktive Mobilität und steht nach Angaben des Rathauses auch im Einklang mit dem Klimaplan der Hauptstadt bis 2030.

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