Prag kauft erste Grundstücke für geplanten Landschaftspark Soutok
Die Stadt erwirbt in Lipence und Zbraslav eine Fläche von 136.000 Quadratmetern für rund 81 Millionen Kronen

Prag treibt die Planungen für den künftigen Landschaftspark Soutok am Zusammenfluss von Moldau und Berounka voran. Mit dem Erwerb erster Grundstücke sollen die Flusslandschaft geschützt, Maßnahmen gegen Hochwasser und Trockenheit ermöglicht und neue Erholungsflächen geschaffen werden.
Die Prager Stadtverordnetenversammlung hat den Ankauf umfangreicher Grundstücke in den Stadtteilen Lipence und Zbraslav beschlossen. Die Flächen umfassen insgesamt rund 136.000 Quadratmeter und kosten 81,1 Millionen Kronen.
Damit gehen erstmals Grundstücke im Gebiet des geplanten Landschaftsparks Soutok in den Besitz der Stadt über. Sie sollen künftig insbesondere dem Schutz des natürlichen Verlaufs des Lipanský-Baches und der Entwicklung stadtnaher Erholungsmöglichkeiten dienen.
Ökologisch bedeutendes Gebiet
Der Ankauf wurde vom Prager Institut für Planung und Entwicklung (IPR) empfohlen. Das Gebiet am Zusammenfluss von Moldau und Berounka besitzt nach Angaben der Stadt ein großes ökologisches Potenzial.
Auf den Flächen befinden sich bedeutende Feuchtgebiete und Überschwemmungsflächen des Lipanský-Baches. Darüber hinaus eignen sich Teile des Areals für die Anlage von Tümpeln und weitere Maßnahmen, mit denen Wasser länger in der Landschaft gehalten werden kann.
„Der Ankauf der Grundstücke ist der erste Schritt zur Umgestaltung dieser einzigartigen Flusslandschaft in den Landschaftspark Soutok“, erklärte der für Immobilien, Transparenz und Gesetzgebung zuständige Prager Stadtrat Adam Zábranský. Das Vorhaben werde sich über Jahrzehnte erstrecken, könne jedoch zur Entstehung eines der größten Stadtparks Europas führen.
Durch den Erwerb erhalte Prag die Kontrolle über ein strategisch wichtiges Gebiet, in dem künftig Maßnahmen gegen Hochwasser und Trockenheit umgesetzt werden könnten, so Zábranský weiter.
Der geplante Vorstadtpark Soutok wird sich im südlichen Teil der Hauptstadt erstrecken und eine beeindruckende Fläche von insgesamt 1300 Hektar umfassen, was mehr als das 13-fache der Größe des Prager Stromovka-Parks entspricht. Die Verwaltung der Wasserflächen und Feuchtgebiete soll von den zuständigen städtischen Naturschutzstellen übernommen werden.










