Prag führt stadtweite Parkberechtigung für emissionsfreie Fahrzeuge ein
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Zusätzlich sind rund 1.500 neue öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet geplant

Prag führt eine neue stadtweite Parkberechtigung für emissionsfreie Fahrzeuge ein. Gleichzeitig investiert die Stadt in den Ausbau der Ladeinfrastruktur und plant rund 1.500 neue öffentliche Ladepunkte bis 2027.
Die Stadt Prag führt eine neue stadtweite Parkberechtigung für emissionsfreie Fahrzeuge ein. Die Jahreskarte kostet 24.000 Kronen und kann wahlweise vierteljährlich oder für das gesamte Jahr bezahlt werden. Erwerbsberechtigt sind alle Einwohner mit Wohnsitz in Prag sowie Unternehmen mit Sitz in Stadtteilen, in denen flächendeckende Parkzonen gelten.
Mit der neuen Regelung dürfen emissionsfreie Fahrzeuge in allen kostenpflichtigen Parkzonen auf dem Gebiet der Hauptstadt parken. Die neue Parkberechtigung ergänzt damit sowohl das kurzfristige Besucherparken als auch das langfristige Bewohnerparken. Für Letzteres können Fahrer von Elektrofahrzeugen seit dem 1. Januar 2026 weiterhin eine Ermäßigung von 50 Prozent in Anspruch nehmen. Die neue, geänderte Gebührenordnung tritt am 1. März 2026 in Kraft.
Nach Angaben der Stadt steht der Schritt im Einklang mit den strategischen Zielsetzungen Prags, insbesondere mit dem Plan für nachhaltige Mobilität und dem Klimaplan der Stadt bis 2030. „Wir schaffen ein einheitliches System, das klar festlegt, unter welchen Voraussetzungen emissionsfreie Fahrzeuge in ganz Prag parken dürfen – im Rahmen dessen, was die geltende Gesetzgebung zulässt“, erklärte der für Verkehr zuständige Vizebürgermeister Jaromír Beránek.

Prag beschließt Ausbau von 1.500 öffentlichen Ladepunkten für Elektrofahrzeuge
Neben den neuen Parkregelungen für emissionsfreie Fahrzeuge hat die Stadt Prag zudem ein umfangreiches Projekt zum weiteren Ausbau öffentlicher Ladestationen um rund 1.500 neue Ladepunkte genehmigt. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 493 Millionen Kronen und wird überwiegend aus dem europäischen Förderprogramm „Verkehr 2021–2027“ finanziert.
Die neuen Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 22 kW sollen in den Jahren 2026 und 2027 im gesamten Stadtgebiet entstehen. Ziel ist es, eine flächendeckende und verlässliche Ladeinfrastruktur für die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen direkt im urbanen Raum zu schaffen – etwa in Wohnsiedlungen oder auf öffentlichen Parkflächen vom Typ P+R.
Alle Ladestationen sollen rund um die Uhr öffentlich zugänglich sein und moderne Bezahlmöglichkeiten bieten, darunter Kartenzahlung per QR-Code, Chipkarten sowie Roaming-Lösungen. Zudem ist ein intelligentes Lastmanagement vorgesehen, das eine Überlastung des Stromnetzes verhindert und die verfügbare Leistung je nach Bedarf der angeschlossenen Fahrzeuge sowie der freien Netzkapazitäten verteilt.








