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Platzmangel und Modernisierungsbedarf: Sparta Prag plant Stadionneubau

Das derzeitige Stadion Letná ist in die Jahre gekommen und bietet keine Möglichkeit mehr für eine umfangreiche Modernisierung

Foto: AC Sparta Praha | Facebook


Seit über einem Jahrhundert beheimatet das Letná-Stadion in Prag den renommierten Fußballverein Sparta Prag. Doch nun plant der Verein, in den kommenden Jahren an einen neuen Standort umzuziehen. Das derzeitige Stadion ist in die Jahre gekommen und bietet keine Möglichkeit mehr für eine umfangreiche Modernisierung.


Der letzte Umbau des Letná-Stadions liegt bereits fast dreißig Jahre zurück. Das Ende der regulären Saison der Fortuna Liga hat gezeigt, dass die Kapazität des derzeitigen Stadions für Sparta Prag zu gering ist.


„Wir werden definitiv ein neues Stadion bauen müssen, denn wenn wir das jetzige Stadion nur umbauen und weiter modernisieren, können wir die Kapazität und den Komfort für die Besucher nicht ausreichend erhöhen. Uns geht der Platz aus", erklärte TomášKřivda, Leiter der Abteilung Sports Sponsorship & Marketing von Sparta, gegenüber Radiožurnál Sport.


Das Letná-Stadion ist durch die Milady Horáková-Straße und die Bahnlinie begrenzt, während der Blanka-Tunnel unter dem Stadion verläuft. Zudem kann das Stadion aufgrund der umliegenden Gebäude nicht in die Höhe erweitert werden. Aus diesen Gründen wird Sparta Prag höchstwahrscheinlich Letná verlassen müssen, obwohl dies für die Fans derzeit noch schwer vorstellbar ist.

Foto: AC Sparta Praha | Facebook


„Wir würden den Bau eines Nationalstadions mit einer Kapazität von mindestens 30.000 Zuschauern in Betracht ziehen, aber wahrscheinlich sogar noch mehr. Dadurch könnten wir den Fans auch bei hochkarätigen Spielen und Länderspielen ausreichend Sitzplätze anbieten. Mit einer Kapazität von über 30.000 Plätzen könnten wir uns beispielsweise um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft und anderer großer Sportereignisse bewerben", erläuterte Křivda.


Křivda betonte jedoch auch, dass eine gute Erreichbarkeit für die Fans eines der Hauptkriterien für den neuen Standort sei. Gegenwärtig führen weder Zug, U-Bahn noch Straßenbahn zum Standort Strahov. Obwohl eine neue Straßenbahnlinie geplant ist, wird sie voraussichtlich nicht für die erwarteten Zuschauermassen ausreichen.


„Derzeit gibt es Pläne, eine Straßenbahnlinie zum Strahov-Stadion zu bauen, jedoch ist der Bau eines so großen Stadions derzeit nicht vorgesehen. Wenn diese Idee weiterentwickelt wird, muss das Projekt sicherlich dahingehend angepasst werden, dass die Kapazität des Straßenbahndrehkreuzes erhöht wird, um mehr Straßenbahnzüge aufnehmen zu können", erklärte Filip Drápal, Sprecher des Prager integrierten Verkehrs.


Der tschechische Fußballverband, Eigentümer des Evžen-Rošický-Stadions, hat die Situation rund um die Anlage bereits während des letzten Exekutivausschusses angesprochen, allerdings liegt noch kein konkretes Ergebnis vor.

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