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PIFF 2026: Drei Tage Independent-Kino in Prag

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Filme, Animationen, Dokumentationen und experimentelle Arbeiten stehen vom 18. bis 20. September auf dem Programm

PIFF 2026: Drei Tage Independent-Kino in Prag
Foto: The Curse of Modigliani | PIFF 2026

Das Prague Independent Film Festival kehrt 2026 mit einer internationalen Auswahl unabhängiger Produktionen zurück. Neben Filmvorführungen umfasst das Programm auch einen Wettbewerb für bislang unverfilmte Drehbücher.


Vom 18. bis 20. September wird Prag erneut zum Treffpunkt für unabhängige Filmschaffende aus verschiedenen Ländern. Die offizielle Auswahl des Prague Independent Film Festivals (PIFF) reicht von Spiel- und Kurzfilmen über Animationen und Musikvideos bis hin zu Dokumentar- und Experimentalfilmen. Einige der Beteiligten werden ihre Arbeiten persönlich in der tschechischen Hauptstadt vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.


Psychodrama über Kunst und Obsession


„The Curse of Modigliani“ von Diana Ringo erzählt die Geschichte des amerikanischen Malers Max, der sich in Helsinki als Künstler etablieren will. Als er ein vermeintliches Tagebuch von Amedeo Modigliani entdeckt, wird die anfängliche Inspiration zur gefährlichen Obsession. Max gerät in eine Welt aus Visionen, Abhängigkeit und Selbstzerstörung. Die Hauptrollen spielen Edward Pishiyski und Diana Ringo. Zum weiteren Ensemble gehören Aksel Spencer, Sakari Viittala und Ilkka Hautala.


PIFF 2026: Drei Tage Independent-Kino in Prag
Foto: The Watchmaker | PIFF 2026

Schwedischer Film noir im Jahr 1968


„The Watchmaker“ von Jonas Lawes spielt 1968 in Schweden. Die jungen Diebe Sebbe und Adam beschädigen eine gestohlene goldene Uhr und bitten den widerwilligen Uhrmacher Karl Lundkvist um Hilfe. Als Karl und seine Freundin Hedda in den Konflikt geraten, entwickelt sich die Situation zu einem Kampf um Leben und Tod. Die Hauptrollen spielen Otto Fahlgren, Hanna Alström, Olle Sarri und Casper Berglund.


Regiedebüt von Ed Stoppard


Der Kurzfilm „The Confession“ ist das Regie- und Drehbuchdebüt des britischen Schauspielers Ed Stoppard. Im Russland der 1930er-Jahre wird ein Dramatiker wegen eines in Moskau aufgeführten Theaterstücks von Geheimdienstmitarbeitern verhört. Stoppard ist unter anderem aus „The Pianist“, „Upstairs Downstairs“ und „Knightfall“ bekannt. Inspiriert wurde der Film von Michail Bulgakows satirischem Roman „Black Snow“.


„The Ghost Writer“ von Todd I. Gordon handelt von einem alternden Schriftsteller, der glaubt, sein Assistent habe seinen neuesten Roman gestohlen. Die von Henry James’ „The Middle Years“ inspirierte Produktion thematisiert Demenz, künstlerische Besessenheit und den Verlust der Realität.


PIFF 2026: Drei Tage Independent-Kino in Prag
Foto: The Confession | PIFF 2026

Experimentalfilme und bekannte Produzenten


„The Pilgrim’s Last Journey“ von Jason Tovey bildet den Abschluss einer gemeinsam mit dem Künstler Peter Gallagher geschaffenen Filmtrilogie. Die vorherigen Teile erschienen 2017 und 2019. Regisseur Derek Frey ist mit „The Current State of the Backyard Pool Industry“ vertreten. Der langjährige Mitarbeiter von Tim Burton war als Produzent an Filmen wie „Alice in Wonderland“, „Big Eyes“, „Frankenweenie“ und „Dumbo“ beteiligt.


Wettbewerb für unverfilmte Drehbücher


Neben den Filmvorführungen will das Festival auch aufstrebende Drehbuchautoren fördern. Acht bislang unverfilmte Drehbücher wurden für den diesjährigen Wettbewerb ausgewählt. Damit richtet sich der Blick nicht nur auf fertige Produktionen, sondern auch auf Filmideen in einer frühen Entwicklungsphase.


Das 2016 gegründete Prague Independent Film Festival feiert 2026 sein zehnjähriges Bestehen. Es bietet unabhängigen Filmschaffenden eine internationale Plattform und ermöglicht den direkten Austausch mit dem Publikum.


Tickets können per E-Mail unter praguefilmfest@gmail.com reserviert werden. Prague Independent Film Festival 2026 (PIFF) 18. bis 20. September | Prag Webseite | Programm

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