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CEE AI Summit 2026 in Prag: Neun europäische Staaten vereinbaren engere Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz

Beim CEE AI Summit in Prag verabschiedeten die beteiligten Länder eine gemeinsame Erklärung zur europäischen KI-Politik und zum Ausbau der technologischen Infrastruktur

Neun europäische Staaten vereinbaren engere Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz
Foto: Karel Havlíček | Facebook

Neun mittel- und osteuropäische Staaten wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz deutlich vertiefen. Bei einem Gipfeltreffen in Prag verabschiedeten sie dazu die sogenannte Prager KI-Erklärung.


Der CEE AI Summit 2026 brachte im Prager Martinic-Palais (Martinický palác) mehr als 250 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung zusammen. An der gemeinsamen Initiative beteiligen sich Tschechien, die Slowakei, Polen, Kroatien, Ungarn, Litauen, Lettland, Slowenien und Rumänien.


Mit der Unterzeichnung verpflichteten sich die neun Staaten, ihre Positionen zur europäischen KI-Politik stärker abzustimmen, wichtige Recheninfrastrukturen miteinander zu verknüpfen und Erfahrungen systematisch auszutauschen. Ziel ist es, die Position der Region innerhalb der Europäischen Union zu stärken und neue europäische Regeln für künstliche Intelligenz aktiv mitzugestalten.


„Heute haben wir einen wichtigen Schritt für die Zukunft der künstlichen Intelligenz in Europa gemacht“, erklärte der tschechische Vizepremier und Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček. Kein einzelner Staat könne im globalen Wettbewerb allein bestehen. Die unterzeichneten Vereinbarungen zeigten, dass aus den gemeinsamen Zielen unmittelbar konkrete Projekte entstehen sollen.


KI-Fabriken und Gigafactories sollen vernetzt werden


Ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Vernetzung nationaler technologischer Kapazitäten. Dazu gehören spezialisierte sogenannte AI Factories sowie geplante AI Gigafactories, die umfangreiche Rechenleistung für die Entwicklung und Anwendung leistungsfähiger KI-Modelle bereitstellen sollen.


Neun europäische Staaten vereinbaren engere Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz
Foto: Karel Havlíček | Facebook

Ergänzend zur Prager Erklärung unterzeichneten die beteiligten Staaten konkrete Absichtserklärungen zur KI-Zusammenarbeit. Damit sollen die vereinbarten Grundsätze in gemeinsame Projekte und die praktische Zusammenarbeit überführt werden.


„Die Ergebnisse des Gipfels zeigen, dass unsere Region selbstbewusst und geschlossen auftreten kann“, sagte der tschechische Regierungsbeauftragte für künstliche Intelligenz, Lukáš Kačena. Der vereinbarte Rahmen werde nun in Pilotprojekte für wichtige Wirtschaftsbereiche umgesetzt. Zu den zentralen Themen der Beratungen gehörten das Gesundheitswesen, die Verteidigungsindustrie, die Automobilbranche und der Ausbau der IT-Infrastruktur. In diesen Bereichen soll künstliche Intelligenz künftig eine zunehmend wichtige Rolle spielen.


Vertreter aus Politik, Forschung und Wirtschaft


An dem Gipfel nahmen hochrangige Vertreter aus Politik, Forschung und Wirtschaft teil, darunter mehrere Minister aus Mittel- und Osteuropa sowie die EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation, Ekaterina Zaharieva.


Auf tschechischer Seite nahmen neben Industrieminister Karel Havlíček auch der Regierungsbeauftragte für künstliche Intelligenz, Lukáš Kačena, sowie der Rektor der Tschechischen Technischen Universität Prag, Michal Pěchouček, teil. Organisiert wurde der Gipfel von der polnischen AI Chamber und der Tschechischen Nationalen KI-Plattform in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Ministerium für Industrie und Handel.

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