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Illegale Waffen aus Tschechien: Berliner Polizei sieht Verbindung zu Schießereien

Tschechien gilt bei der Berliner Polizei sowohl als Transitland als auch als möglicher Herkunftsort älterer Waffenbestände

Illegale Waffen aus Tschechien: Berliner Polizei sieht Verbindung zu Schießereien
Foto: Tom Def | Unsplash

In Berlin nehmen Schusswaffenvorfälle deutlich zu. Ermittler sprechen von türkischen kriminellen Gruppen – und von Waffen, die auch aus Tschechien stammen sollen.


In Berlin häufen sich Schießereien im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Nach Angaben der Polizei stehen mehrere Fälle möglicherweise miteinander in Verbindung. Im Zentrum der Ermittlungen stehen türkische kriminelle Gruppen, die gegeneinander kämpfen und gezielt Unternehmer mit türkischen Wurzeln erpressen sollen.


Seit dem vergangenen Herbst wurden in Berlin rund 30 Menschen angeschossen, mindestens zwei Menschen starben. Die meisten Opfer sollen bislang selbst Verbindungen zur organisierten Kriminalität gehabt haben.


Illegale Waffen vorwiegend aus Tschechien und der Türkei


Nach Angaben eines Sprechers der Berliner Polizei gegenüber dem tschechischen Nachrichtensender ČT24 wurden bei den Ermittlungen auch Waffen sichergestellt, die aus Tschechien stammen. Tschechien gelte dabei sowohl als Transitland als auch als möglicher Herkunftsort älterer Waffenbestände. Einige der sichergestellten Schusswaffen sollen bereits aus den 1940er- und 1950er-Jahren stammen.


Laut einem Bericht der Berliner Zeitung hat die Sondereinheit des Landeskriminalamts gegen Schusswaffenkriminalität „Ferrum“ mit mehr als 100 Polizisten seit Herbst 2025 insgesamt 44 scharfe Schusswaffen und mehr als 600 Patronen beschlagnahmt. 428 Ermittlungsverfahren seien eingeleitet und 36 Verdächtige mit Haftbefehl gefasst worden. Die scharfen Pistolen kämen nach den Ermittlungen vor allem aus Tschechien und der Türkei sowie aus dortigen illegalen Waffenfabriken.


Polizeigewerkschaften warnen, dass bei Schüssen aus fahrenden Autos und am helllichten Tag zunehmend auch unbeteiligte Passanten gefährdet seien. Der Berliner Senat fordert deshalb eine Verschärfung des Waffenrechts auf Bundesebene. Der illegale Umgang mit Pistolen soll künftig nicht mehr nur als Vergehen, sondern als Straftat verfolgt werden.

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