Miroslav Hlaváč ist neuer Generalstabschef der tschechischen Armee
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Der bisherige Generalleutnant übernimmt die Führung der Streitkräfte von Karel Řehka

Der tschechische Präsident hat Miroslav Hlaváč mit Wirkung zum 1. Juli 2026 zum neuen Generalstabschef der Armee der Tschechischen Republik ernannt. Die feierliche Amtsübergabe fand anschließend am Nationaldenkmal auf dem Prager Vítkov statt.
Auf der Prager Burg ernannte Präsident Pavel am Dienstag Generalleutnant Miroslav Hlaváč zum neuen Chef des Generalstabs der tschechischen Armee. Hlaváč übernimmt das Amt von Armeegeneral Karel Řehka, der die Streitkräfte in den vergangenen Jahren geführt hatte.
Im Anschluss an die Ernennung folgte eine feierliche Zeremonie am Nationaldenkmal auf dem Vítkov, bei der Hlaváč symbolisch das Kommando von Řehka übernahm. Ebenfalls zum 1. Juli kommt es zu weiteren Personalwechseln innerhalb der Armeeführung. Erster stellvertretender Generalstabschef wird Generalmajor Petr Čepelka. Dessen bisherige Funktion als Kommandeur der Luftstreitkräfte übernimmt Brigadegeneral Petr Tománek.

Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Die tschechische Armee befindet sich nach Angaben des Verteidigungsressorts in der größten Transformation seit ihrer Gründung. In den vergangenen Jahren wurden Modernisierungsprojekte und strategische Entscheidungen auf den Weg gebracht, die die Streitkräfte über Jahrzehnte prägen sollen.
Karel Řehka stand an der Spitze der Armee in einer Zeit, in der sich der Blick auf die Verteidigung des Staates und die Sicherheitslage in Europa grundlegend verändert haben. Unter seiner Führung wurden zentrale Modernisierungsprojekte angestoßen und neue Fähigkeitsziele im Rahmen der NATO beschlossen. Zugleich rückte das Thema Verteidigung stärker in die öffentliche Debatte.
Bei der Zeremonie verabschiedete sich Řehka von der Armee. Der Dienst als Soldat sei für ihn ein lebenslanges Anliegen, eine Verpflichtung und zugleich ein Privileg gewesen, sagte er. Hlaváč dankte seinem Vorgänger für die Führung der Armee in einer sicherheitspolitisch besonders anspruchsvollen Zeit.
Der neue Generalstabschef betonte in seiner ersten Rede, dass die kommenden Jahre entscheidend dafür sein werden, strategische Beschlüsse in konkrete militärische Fähigkeiten umzusetzen. Zu den Prioritäten zählen die Fortführung zentraler Modernisierungsprojekte, der Ausbau der Luftverteidigung, der Aufbau einer schweren Brigade, die Einführung neuer Technologien sowie die weitere Verbesserung von Führung, Kontrolle und Einsatzbereitschaft.
Hlaváč hob zugleich die Bedeutung des Personals hervor. Moderne Technik sei notwendig, die eigentliche Stärke der Armee liege jedoch in gut ausgebildeten, motivierten und entschlossenen Soldaten.
An der Amtsübergabe nahmen neben dem Präsidenten auch der Verteidigungsminister, führende Verfassungsvertreter, ehemalige Generalstabschefs, Vertreter der Sicherheitskräfte, ausländische Gäste sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teil.
Die strategische Ausrichtung der tschechischen Armee bleibt nach dem Wechsel unverändert: Ziel ist der Aufbau moderner, einsatzbereiter und verlässlicher Streitkräfte, die die Tschechische Republik verteidigen und gemeinsam mit den Verbündeten zur Sicherheit des euroatlantischen Raums beitragen können.








