Große Neubauwohnungen in Prag werden zunehmend knapp und teuer
- Tschechien News

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Der Preisabstand zwischen kleinen Anlagewohnungen und großen Familienwohnungen ist so gering wie seit Jahren nicht mehr

Große Neubauwohnungen werden auf dem Prager Immobilienmarkt zunehmend zur Mangelware. Weil Bauträger vor allem kleinere Wohneinheiten errichten, steigen die Quadratmeterpreise von Wohnungen mit vier oder mehr Zimmern deutlich.
Der Mangel an größeren Wohnungen in neuen Bauprojekten verändert die Preisdynamik auf dem Prager Wohnungsmarkt. Die Quadratmeterpreise von Wohnungen der Kategorien 4+kk und größer nähern sich zunehmend den Preisen kleiner Anlagewohnungen an, die traditionell zu den teuersten Neubauten zählen.
Grund für diese Entwicklung ist das seit Jahren begrenzte Angebot an größeren Familienwohnungen. Bauträger haben deren Bau in den vergangenen Jahren deutlich reduziert und konzentrieren sich stärker auf kleinere Grundrisse. Diese lassen sich schneller verkaufen und entsprechen besser der hohen Nachfrage von Investoren.

Große Wohnungen verschwinden vom Markt
Das geringe Angebot an Wohnungen der Kategorien 4+kk und 5+kk treibt deren Preise nach oben. Nach Angaben des Immobilienunternehmens LEXXUS NORTON ist der Preisunterschied zwischen den kleinsten und größten Neubauwohnungen inzwischen so gering wie seit mehreren Jahren nicht mehr.
„Einzimmerwohnungen bleiben gemessen am Quadratmeterpreis der teuerste Neubautyp. Ihr Preisvorsprung nimmt jedoch allmählich ab. Der Unterschied zwischen dem Quadratmeterpreis der kleinsten und größten Wohnungen ist heute so niedrig wie seit Jahren nicht mehr“, erklärt Anna Gruberová, Geschäftsführerin von LEXXUS NORTON.
Der durchschnittliche Angebotspreis einer Neubauwohnung der Kategorie 1+kk liegt derzeit bei 203.245 Kronen pro Quadratmeter. Für eine Wohnung der Kategorie 5+kk werden durchschnittlich 184.866 Kronen pro Quadratmeter verlangt.
Der Preisunterschied zwischen einer großen Familienwohnung und einer Einzimmerwohnung beträgt damit nur noch 9,9 Prozent. Vor zehn Jahren lag die Differenz noch bei rund 15 Prozent.

Neubaupreise steigen weiter
Der durchschnittliche Angebotspreis für Neubauwohnungen in Prag liegt derzeit einschließlich Mehrwertsteuer bei rund 182.000 Kronen pro Quadratmeter. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 8,2 Prozent.
Verstärkt wird die Preisentwicklung durch das begrenzte Angebot neuer Projekte, langwierige Genehmigungsverfahren und steigende Baukosten. Hinzu kommen die begrenzten Kapazitäten der Bauunternehmen.
Seit dem Frühjahr 2026 verhalten sich Kaufinteressenten allerdings zurückhaltender. Entscheidungsprozesse dauern länger, und ein Teil der potenziellen Käufer wartet mit dem Abschluss eines Kaufvertrags.
Als Gründe nennt LEXXUS NORTON den erneuten leichten Anstieg der Zinsen nach zwei Jahren schrittweiser Rückgänge sowie die zunehmende geopolitische Unsicherheit. Die Preise dürften nach Einschätzung der Immobilienberater zwar weiter steigen, allerdings langsamer als bislang.








