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Gewerkschaften am Prager Flughafen rufen Streikbereitschaft aus

Fünf Arbeitnehmervertretungen kritisieren die geplante Ernennung Radomír Lašáks zum Vorstandsvorsitzenden und warnen vor möglichen Einschnitten

Gewerkschaften am Prager Flughafen rufen Streikbereitschaft aus
Foto: Tschechien News

Am Prager Flughafen wächst der Widerstand gegen die geplante Ernennung des neuen Vorstandsvorsitzenden. Fünf Gewerkschaften haben Streikbereitschaft ausgerufen und warnen vor möglichen Einschnitten.


Fünf Gewerkschaftsorganisationen am Václav-Havel-Flughafen Prag haben Streikbereitschaft ausgerufen. Wie der tschechische Nachrichtensender ČT24 berichtet, ist der Hintergrund die geplante Ernennung Radomír Lašáks zum Vorstandsvorsitzenden sowie die damit verbundenen Sorgen über die künftige Entwicklung des Flughafens.


Die Gewerkschaften des Prager Flughafens und der Abfertigungsgesellschaft ČSA Handling hatten Premierminister Andrej Babiš und Finanzministerin Alena Schillerová zuvor aufgefordert, die Auswahl Lašáks für den Spitzenposten noch einmal zu überprüfen.



Sie verweisen dabei unter anderem auf Lašáks frühere Tätigkeit bei Czech Airlines während einer wirtschaftlich schwierigen Phase des Unternehmens. Zudem äußerten sie Zweifel am Ablauf des Auswahlverfahrens für den Vorstandsvorsitz des Prager Flughafens.


Laut dem Bericht des Nachrichtensenders wies das tschechische Finanzministerium die Kritik zurück. Ziel der Regierung sei es, den Flughafen weiterzuentwickeln und nicht zu schwächen.


In einer gemeinsamen Erklärung äußerten fünf Gewerkschaftsorganisationen des Prager Flughafens und von ČSA Handling jedoch erhebliche Bedenken hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Entwicklung des Unternehmens. Sie fürchten zudem um die Stabilität der Arbeitsplätze und die Interessen der Beschäftigten.


Gewerkschaften am Prager Flughafen rufen Streikbereitschaft aus
Foto: Flughafen Prag

Die Unsicherheit werde auch durch fehlende aktuelle Informationen über mögliche Veränderungen in der Struktur, Leitung und Finanzierung des Flughafenbetriebs verstärkt, teilten die Arbeitnehmervertretungen mit. Sie rechnen nach eigenen Angaben mit umfangreicheren Umstrukturierungen, die auch Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten haben könnten.


Als weiteren Grund für die Streikbereitschaft nannten die Gewerkschaften eine Äußerung von Premierminister Babiš. Dieser hatte Anfang Juli im Abgeordnetenhaus erklärt, der Staat könne einen Teil seiner Anteile am Flughafen Prag an die Börse bringen. Die Streikbereitschaft gilt seit Dienstag, dem 21. Juli, und bleibt bis auf Weiteres bestehen. Der Flughafen Prag betont in einer Mitteilung auf X, dass die ausgerufene Streikbereitschaft der Gewerkschaften derzeit keine Auswirkungen auf den Betrieb des Václav-Havel-Flughafens habe. Der Flughafen arbeite weiterhin im Normalbetrieb, auch die Abfertigung der Passagiere verlaufe planmäßig.

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