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Geplante Einfahrtsgebühr für Prags Zentrum: 200 Kronen für einen Tag

Maßnahme könnte bereits Anfang nächsten Jahres in Kraft treten

Foto: Marius Serban | Unsplash

Prager Autofahrer könnten bald 200 Kronen Einfahrtsgebühr zur Malá Strana (Prager Kleinseite) und entlang des Smetana Nábřeží im Zentrum von Prag bezahlen. Die Stadtverwaltung und Prag 1 möchten die Maßnahme trotz der Ablehnung einiger Randbezirke umsetzen. Der stellvertretende Bürgermeister für Verkehr, Zdeněk Hřib (Piraten), sagte, dass der endgültige Vorschlag zur Erhebung von Einfahrtsgebühren für ausgewählte Teile des Zentrums noch nicht fertig sei.


Die Maut und die damit verbundene erwartete Reduzierung der Anzahl der Autos, die am Smetana-Nabřeží und der Malá Strana fahren, sind notwendig, damit Straßenbahnen leichter durch das Prager Stadtzentrum kommen. Eine Lösung hierfür ist notwendig, da die Verspätungen von Straßenbahnen laut Statistik immer mehr zunehmen.


Medienberichten zufolge soll das gebührenpflichtige Gebiet nach ersten Plänen den Smetana-Nábřeží und Divadelní am rechten Moldauufer sowie Újezd mit Karmelitská am linken Ufer umfassen. Gleichzeitig wird es notwendig sein, die Durchfahrt auf den Straßen Jilská, Karolíny Světlá und Betlémská zu beschränken, um zu verhindern, dass sich der Durchgangsverkehr dorthin verlagert.


Der stellvertretende Bürgermeister für Verkehr, Zdeněk Hřib, teilte gestern auf dem sozialen Netzwerk X (ehemals Twitter) mit, dass die Gebühr nicht für Einwohner oder lokale Unternehmer gelte. „Auf jeden Fall sind wir noch dabei, den endgültigen Vorschlag zur Erhebung von Einfahrtsgebühren für ausgewählte Teile des Zentrums zu verfeinern. Es ist noch nichts beschlossen“, so Hřib.


Gleichzeitig betonte Hřib, dass die Erhebung einer Einfahrtsgebühr für ganz Prag 1 nie infrage käme. Damit reagierte er auf die Information des Leiters der Verkehrsabteilung des Rathauses Prag 14, Petr Vomáčka, der auf Facebook erklärte, dass die Maut den gesamten Bereich von Prag 1 abdecken solle. Hřib bezeichnete dies als Unsinn.


Hřib hat bereits erklärt, dass auch praktische Aspekte berücksichtigt werden müssten, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Kamerasystem, das die Abrechnung gewährleistet. Ihm zufolge könnte die Maßnahme irgendwann Anfang nächsten Jahres in Kraft treten, wahrscheinlich nicht sofort am 1. Januar, sondern möglicherweise ab Februar.


Nach früheren Aussagen von Stadtvertretern soll die Erhebung von Einfahrtsgebühren für ausgewählte Teile von Prag 1 vollautomatisch erfolgen und gesetzlich auf einer sogenannten Ortsgebühr basieren. Daher wird es sich nicht um eine Maut handeln, deren Einführung derzeit gesetzlich nicht zulässig ist.

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